Kirche lässt Toleranz sein

London geht gegen Occupy-Bewegung vor Gericht

publiziert: Freitag, 28. Okt 2011 / 19:44 Uhr
Die Forderung nach «wahrer Demokratie», fern von Einflüssen der grossen Unternehmen, ist Teil der weltweiten Occupy-Bewegung.
Die Forderung nach «wahrer Demokratie», fern von Einflüssen der grossen Unternehmen, ist Teil der weltweiten Occupy-Bewegung.

London - Der Streit um ein Camp von Finanzmarktgegnern vor der Londoner St Paul's Kathedrale verschärft sich: Die Londoner Stadtteilverwaltung kündigte am Freitag an, man werde nun juristisch gegen das Zeltlager vor dem Touristenmagneten vorgehen.

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Vor Gericht solle erreicht werden, dass die rund 200 Zelte abgebrochen werden, teilte die City of London mit. Unterdessen öffnete die Kirche nach einer Woche Schliessung wegen des Lagers wieder ihre Türen.

Man habe vor Gericht gute Chancen, weil die Demonstranten wichtige Wege blockierten, die täglich von Tausenden Menschen genutzt würden, sagte ein Sprecher der City of London. Ein Kirchenvertreter erklärte, bedauerlicherweise sei der juristische Weg nötig geworden.

Ursprünglich hat die Kirche die Camper toleriert

Die Demonstranten hatten sich vor rund zwei Wochen in Anlehnung an die Proteste der New Yorker Wall Street vor der Londoner Börse niederlassen wollen. Als ihnen das untersagt wurde, hiess die nahe gelegene Kirche sie willkommen.

Vergangene Woche hatte sie die Camper jedoch gebeten, das Lager abzubrechen, da Gesundheitsgefahr auch für die Besucher der Kathedrale bestehe. Daran hatte sich aber niemand gehalten.

Zum ersten Mal seit dem Zweiten Weltkrieg wurde St Paul's geschlossen. Der Kirche gingen damit nach eigenen Angaben täglich Einnahmen von rund 20'000 Pfund (rund 27'900 Franken) verloren, die für die Instandhaltung gebraucht werden.

(dyn/sda)

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