Luftangriffe in Irak gehen weiter

publiziert: Sonntag, 30. Mrz 2003 / 20:05 Uhr / aktualisiert: Sonntag, 30. Mrz 2003 / 20:28 Uhr

Bagdad - Die alliierten Streitkräfte haben ihre Offensive mit schweren Luftangriffen auf Bagdad und andere Ziele in Irak fortgesetzt. Derweil kam es in einem US-Militärlager in Nordkuwait zu einem erneuten Zwischenfall.

Angriffe aus der Luft sollen zermürben.
Angriffe aus der Luft sollen zermürben.
Ein Armee-Mitarbeiter soll mit einem Lastwagen in eine Gruppe von US-Soldaten gefahren sein. Das Unglück forderte nach unbestätigten Angaben 15 Verletzte.

Laut Sicherheitskreisen wurde der Vorfall nicht als Terrorangriff bewertet. Ein Sprecher der US-Armee hatte mitgeteilt, der Vorfall werde von der Militärpolizei untersucht. Bei dem Mitarbeiter handelte es sich laut den Angaben nicht um einen US-Bürger.

Ob und wie die Bodenoffensive weitergeführt wird, ist unklar. Der Vormarsch auf Bagdad sei für eine Neuorganisation auf dem Schlachtfeld unterbrochen worden, sagte ein Sprecher des britischen Verteidigungsministeriums. US-Generalmajor Stanley McChrystal wies Berichte zurück, wonach der Vormarsch wegen Nachschubproblemen ins Stocken geraten sei.

Die bisherigen Fortschritte seien bemerkenswert, betonte US-General Franks vor den Medien in Doha (Katar). Die US-Truppen und die britischen Einheiten legten auch keine Kampfpause ein. Trotz einzelner Probleme gebe es genügend Vorräte an Verpflegung und Munition.

Franks sagte, er habe vor den Bodenkämpfen nicht mehr Truppen gefordert. Er reagierte damit auf Medienberichte, wonach die Militärführung zusätzliche Soldaten verlangt und Verteidigungsminister Donald Rumsfeld dies aus Kostengründen verhindert habe.

Von der Front in Zentralirak wurden unterdessen weitere Bodenkämpfe gemeldet. Bei Nadschaf kam schwere Artillerie gegen irakische Truppen zum Einsatz. Weiter nördlich bei Kerbala nahmen die US-Truppen mit Raketen und Artillerie Stellungen der irakischen Republikanischen Garden unter Beschuss.

Nahe der südirakischen Stadt Basra kam es ebenfalls wieder zu Gefechten. Der arabische Fernsehsender El Dschasira meldete Explosionen rund um die zweitgrösste irakische Stadt. Es gebe Hinweise auf starken irakischen Widerstand.

Nach dem Selbstmordanschlag auf US-Soldaten bei Nadschaf, bei dem nach US-Angaben am Samstag vier Soldaten getötet wurden, drohte die irakische Führung mit weiteren ähnlichen Angriffen auf die Invasionsstreitkräfte der USA und Grossbritanniens.

(fest/sda)

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