Luftproben sollen Hariri-Mörder verraten

publiziert: Freitag, 16. Mrz 2007 / 06:50 Uhr / aktualisiert: Freitag, 16. Mrz 2007 / 07:55 Uhr

Beirut - UNO-Ermittler im Mordfall des ehemaligen libanesischen Ministerpräsidenten Rafik al-Hariri wollen mit Luftproben aus mehreren Ländern des Nahen Ostens der Identität des Mörders auf die Spur kommen.

Serge Brammertz kündigte an, dass die Frist bis Juni nicht eingehalten werden könne.
Serge Brammertz kündigte an, dass die Frist bis Juni nicht eingehalten werden könne.
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Die Untersuchungen hätten ergeben, dass der Selbstmordattentäter seine Kindheit in einer Stadt mit hoher Umweltverschmutzung verbracht habe, teilte der belgische Chefermittler Serge Brammertz am Donnerstag in seinem Bericht an den UNO-Sicherheitsrat mit.

Untersuchungen an den sterblichen Überresten des Attentäters hätten ergeben, dass er bis zum Alter von etwa zwölf Jahren hohen Bleikonzentrationen ausgesetzt war.

In den letzten zehn Jahren seines Lebens sei diese Konzentration jedoch geringer gewesen.

Daraus lasse sich schliessen, dass er in dieser Zeit in einer eher ländlichen Gegend gelebt habe. Die Ermittler hatten bereits zuvor herausgefunden, dass der Attentäter die zwei oder drei Monate vor seinem Tod im Libanon gelebt hatte.

Syrien kooperiert

In Libanon und in Syrien seien bereits Luftproben genommen worden. In den kommenden Wochen sollten sie mit Proben aus drei weiteren Ländern des Nahen Ostens ergänzt werden.

Syrien kooperiere mit den Ermittlern, hiess es in dem Bericht weiter. Syrische und libanesische Sicherheitskräfte wurden von dem früheren UNO-Chefermittler, dem Deutschen Detlev Mehlis, mit dem Mord in Verbindung gebracht.

Syrien hat die Vorwürfe zurückgewiesen, in das Attentat verstrickt gewesen zu sein. Hariri und 22 weiter Menschen starben bei dem Selbstmordanschlag im Februar 2005.

Chefermittler Brammertz sagte, die Frist bis Juni könne nicht eingehalten werden. Sein Team benötige mehr Zeit für die Untersuchungen. Auch in weiteren, noch nicht bestimmten Ländern sollten Luftproben genommen werden.

(rr/sda)

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