Problem «soziale Erwünschtheit»

Männer machen mehr Handy-Nacktfotos von sich

publiziert: Montag, 16. Dez 2013 / 08:25 Uhr / aktualisiert: Montag, 16. Dez 2013 / 09:28 Uhr
Sieben Prozent der Männer haben Nacktfotos von sich selbst auf ihrem Handy. (Archivbild)
Sieben Prozent der Männer haben Nacktfotos von sich selbst auf ihrem Handy. (Archivbild)

Washington - Männer machen sich mehr Sorgen um die Sicherheit ihrer Privatsphäre auf dem Smartphone als Frauen - und zwar vor allem wegen der gespeicherten Nacktfotos sowohl von anderen wie auch von sich selbst.

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Das hat eine Umfrage des Meinungsforschungsinstituts TNS im Auftrag des App-Herstellers KS Mobile unter 1000 Amerikanern ergeben. Das männliche Geschlecht hat demnach mehr Angst als Frauen, dass Freunde und Verwandte sehen, welche Medieninhalte sie auf ihrem Smartphone haben.

Problem «soziale Erwünschtheit»

Immerhin sieben Prozent der Männer haben Nacktfotos von sich selbst auf ihrem Handy, das sind mehr als doppelt so viel wie bei Frauen (drei Prozent). Offen bleibt in der Studie allerdings, ob Männer narzisstischer sind, oder sie die Aufnahmen machen, um sie an Frauen zu schicken. Zudem ist aus der empirischen Sozialforschung bekannt, dass es bei solchen Umfragen den Effekt der sogenannten «sozialen Erwünschtheit» gibt: Ein Teil der Befragten sagt nicht die peinliche Wahrheit, sondern das, was als gesellschaftlich akzeptiert gilt.

Dementsprechend sind Männer möglicherweise nur ehrlicher. Das könnte auch bei der Frage nach Nacktfotos von anderen auf dem Smartphone zutreffen: Fast jeder zehnte Mann (neun Prozent) hat zugegeben, dass er solche Aufnehmen gespeichert hat - mehr als viermal so viel wie bei den Frauen (zwei Prozent). Das könnte aber erklären, warum nur 13 Prozent der Männer keinen Zugangscode für ihr Handy eingerichtet haben, während fast jede fünfte Frau (19 Prozent) es nicht für nötig hält, ihr Smartphone mit einem Passwort zu sichern.

Männer schämen sich auch mehr als Frauen, wenn Freunde oder Familie sehen würden, was sie auf ihrem Handy haben. Jeder fünfte Mann hat Angst, dass sein Umfeld sehen könnte, welche Webseiten er besucht hat, während das nur jede neunte Frau beschäftigt. 15 Prozent der Männer fürchten, dass jemand Pornografie auf ihrem Gerät findet, während sich nur fünf Prozent der Frauen deswegen sorgen. Welche Fotos von anderen abgespeichert sind, wollen auch viel mehr Männer (13 Prozent) unbedingt verheimlichen als Frauen (fünf Prozent).

Angst um Kontodaten noch grösser

Fast dreimal so viele Männer (acht Prozent) wie Frauen sorgen sich zudem darum, dass Freunde oder Verwandte sehen, welche Videos auf ihrem Handy sind. Alle Befragten zusammengenommen, sind es aber nicht in erster Linie Nacktfotos oder Pornografie, welche Smartphone-Nutzer geheim halten wollen, sondern eigene Kontodaten. Ein Viertel aller Befragten will nicht, dass andere diese sehen können. Um Einblick in ihre abgespeicherten Pornos und eigene Nacktfotos machen sich insgesamt nur zehn Prozent Sorgen.

 

 

(tafi/pte)

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