Malis Staatschef erklärt sich zum Sieger

publiziert: Dienstag, 1. Mai 2007 / 20:09 Uhr

Bamako - Malis Staatschef Amadou Toumani Touré hat sich zum Sieger der Präsidentschaftswahlen am Sonntag erklärt. Er habe mit mehr als 70 Prozent der Stimmen die absolute Mehrheit erhalten, teilte das Wahlkampfteam des Präsidenten mit.

Touré habe mehr als 70 Prozent der Stimmen erhalten.
Touré habe mehr als 70 Prozent der Stimmen erhalten.
Ein zweiter Wahlgang sei daher nicht notwendig. Ein offizielles Ergebnis wurde noch nicht bekanntgegeben. Ein Minister bestätigte, dass es angesichts von Tourés Vorsprungs bei ersten Auszählungen keine weitere Wahlrunde geben werde.

Tourés schärfster Gegenkandidat, Parlamentspräsident Ibrahim Boubacar Keita, erklärte umgehend, er wolle das Wahlergebnis nicht akzeptieren, und warf Touré Wahlbetrug vor. Ausländische Wahlbeobachter berichteten, die Wahl sei frei und fair verlaufen.

Touré war 1992 zu internationaler Anerkennung gelangt, als er das Land ein Jahr zuvor durch einen Putsch von der Militärdiktatur befreite, die Regierungsgeschäfte aber im darauffolgenden Jahr einem demokratisch gewählten Präsidenten übergab.

(smw/sda)

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