ManU, ZSKA Moskau und Milan vor dem Sprung

publiziert: Dienstag, 21. Nov 2006 / 16:02 Uhr / aktualisiert: Dienstag, 21. Nov 2006 / 17:43 Uhr

Ein Trio kann am Dienstag in der 5. Runde der Gruppenphase der Champions League die Achtelfinals vorzeitig aus eigener Kraft erreichen: Manchester United (in der Gruppe F/bei Celtic Glasgow), ZSKA Moskau (G/gegen FC Porto) und Milan (H/bei AEK Athen).

Manchester-Trainer Fergusons genügt heute ein Unentschieden.
Manchester-Trainer Fergusons genügt heute ein Unentschieden.
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Auf gutem Weg in die K.o.-Runde sind auch Celtic Glasgow und Lille (H/gegen Andrlecht), die mit Siegen ebenfalls auf die vorzeitige Qualifikation hoffen können. Bereits gefallen ist die Entscheidung in der Gruppe E; zwischen Real Madrid und Olympique Lyon geht es nur noch um Platz 1 und damit um das Heimrecht im Rückspiel der Achtelfinals.

Komfortable Situation für ManU

Das Spiel des Tages ist zweifelsfrei jenes zwischen Celtic Glasgow und Manchester United. Die Engländer reisen in einer komfortablen Ausgangslage an. Gewinnen sie, sind sie sicher Gruppensieger, ein Remis reicht mindestens für Rang 2, und selbst bei einer Niederlage können die «Mancunians» auf die vorzeitige Qualifikation hoffen; dazu müsste das Spiel Benfica Lissabon - FC Kopenhagen unentschieden enden. Celtic ist nur dann schon nach dem 5. Spieltag weiter, wenn es gewinnt und die Dänen in Lissabon nicht siegen.

Am Ende könnten in der Gruppe F Schotten und Engländer jubeln. «ManU»-Coach Alex Ferguson, ein gebürtiger Glasgower, äusserte einen entsprechenden Wunsch: «Ich möchte, dass Celtic hinter uns Zweiter wird. Das wäre toll -- für sie und für den schottischen Fussball.»

«Der Friede ist ausgebrochen»

Dass Ferguson vor der Partie in seiner Geburtsstadt gegenüber dem Konkurrenten auf Schmusekurs geht, verwunderte nicht wenige. «Der Friede ist ausgebrochen», schrieb die «Sunday Mail» deshalb. Die Medien sind auf der Insel wohl leicht enttäuscht über den netten Umgang unter den Kontrahenten.

Statt Frieden hätten sie einen verbalen Krieg erwartet (und erhofft), wie ihn Ferguson und Celtics Coach Gordon Strachan, der einst unter Ferguson bei Manchester spielte, in ihren Biographien längst angezettelt haben. «Strachan kann man nicht vertrauen», sagt Fergusson in seinem Buch. Der Celtic-Coach verurteilt derweil in seinen Memoiren den Führungsstil Fergusons aufs Schärfste.

Ferguson ohne personelle Sorgen

Zu nett wollen sie bei «ManU» aber doch nicht sein. Deshalb hielten sie ihr letztes Training am Montagmorgen noch im klubeigenen Trainingszentrum vor den Toren Manchesters ab und kündigten an, dass die Pressekonferenz vor der Partie nicht wie üblich und von der UEFA vorgeschrieben im Stadion des Spiels stattfinde, sondern im Mannschaftshotel am Loch Lomond, dem grössten See Schottlands, nordwestlich von Glasgow.

In seine Heimat reiste Ferguson ohne personelle Sorgen. Er kann aus dem Vollen schöpfen, wird es aber vermutlich nicht tun, weil am kommenden Wochenende der Premier-League-Gipfel gegen Chelsea ansteht. Daher wird spekuliert, dass der Schotte zumindest Cristiano Ronaldo eine Ruhepause gönnt.

Vorteil für ZSKA Moskau

In der ausgeglichenen Gruppe G steht eine erste Entscheidung ebenfalls bevor. Der ZSKA Moskau, der am Samstag den Titel in Russland erfolgreich verteidigte, kann mit einem Sieg gegen den FC Porto, der wie Arsenal einen Punkt zurückliegt, die Achtelfinal-Qualifikation sicherstellen. Da es in der letzten Runde zur Partie FC Porto - Arsenal kommt, haben die Russen selbst im Falle einer Niederlage nichts verloren. Ein Auswärtssieg gegen den Hamburger SV würde ihnen am 6. Dezember noch immer für den Vorstoss in die nächste Runde reichen.

Eine Niederlage in Moskau würde aber auch den FC Porto nur in Rücklage, nicht aber in eine aussichtslose Situation bringen. So oder so kann sich der Champions-League-Sieger von 2004 im abschliessenden Heimspiel gegen Arsenal durch einen Erfolg mit zwei Toren Differenz für die Achtelfinals qualifizieren.

Milan fast durch

Einfache Ranglisten-Arithmetik gibt es für Milan. Gewinnt das im heimischen Campionato so enttäuschende Star-Ensemble bei AEK Athen, ist es Erster in der Gruppe H. Und für einen Platz unter den letzten 16 kann es sich im Stadion, wo es am 23. Mai 2007 den Final der Champions League bestreiten will, sogar eine Niederlage mit drei Toren Differenz leisten. Wenigstens in der einfachen Vorrunden-Poule mit Lille, AEK Athen und Anderlecht sind Fehltritte für die «Rossoneri» (fast) ausgeschlossen.

Partien am Dienstag
Fussball Europacup, Champions League, Gruppenphase, 5. Runde, Gruppe E: 20.45 Real Madrid - Lyon 20.45 Steaua Bukarest - Dynamo Kiew
Gruppe F: 20.45 Benfica Lissabon - FC Kopenhagen 20.45 Celtic Glasgow - Manchester United
Gruppe G: 18.30 ZSKA Moskau - FC Porto 20.45 Arsenal - Hamburger SV Gruppe H: 20.45 AEK Athen - AC Milan 20.45 Lille - Anderlecht in Lens

(ht/Si)

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