Mandat der Blauhelmtruppe im Kongo verlängert

publiziert: Montag, 22. Dez 2008 / 21:06 Uhr / aktualisiert: Montag, 22. Dez 2008 / 23:10 Uhr

New York - Der UNO-Sicherheitsrat hat das Mandat für die Blauhelmmission im Kongo (MONUC) bis Ende 2009 verlängert. Das höchste UNO-Gremium forderte die Truppe erstmals ausdrücklich auf, den Schutz der Zivilbevölkerung zur obersten Aufgabe zu machen.

Der UNO-Sicherheitsrat hat das Mandat für die Blauhelmmission im Kongo bis Ende 2009 verlängert.
Der UNO-Sicherheitsrat hat das Mandat für die Blauhelmmission im Kongo bis Ende 2009 verlängert.
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Im kommenden Jahr müsse der Einsatz vor allem auf die Krisenregion in Kivu konzentriert werden, hiess es in der von Frankreich und England ausgearbeiteten Resolution, die einstimmig verabschiedet wurde.

MONUC ist der grösste Friedenseinsatz der Vereinten Nationen. Angesichts der Kriegsgräuel im Ostkongo hatte der Sicherheitsrat die Zahl der Soldaten erst vor einem Monat um 3000 auf knapp 20'000 aufgestockt. Der britische UNO-Botschafter forderte, die neuen Kräfte so schnell wie möglich im Krisengebiet zu stationieren.

Vor allem die sexuelle Gewalt, die systematisch als Kriegswaffe benutzt werde, müsse gestoppt werden, forderte er. Im Ostkongo sind Regierungskräfte und mehrere Rebellengruppen seit Monaten in brutale Kämpfe verstrickt. Besonders angespannt ist die Lage in Nord-Kivu, wo Zehntausende Menschen aus ihrer Heimat vertrieben wurden.

Nach Angaben des Aussenministers der Demokratischen Republik Kongo kamen in den vergangenen zehn Jahren fünf Millionen Menschen bei Kämpfen in Ostkongo ums Leben. 1,7 Millionen seien aus ihrer Heimat vertrieben worden.

Der Sicherheitsrat verlängerte ferner - ebenfalls einstimmig - das Waffenembargo und andere Sanktionen gegen Kongo-Kinshasa. So sind mehrere Rebellenführer mit einem Reiseverbot belegt, ihre Guthaben im Ausland wurden eingefroren. Die Strafen sollen vorerst bis Ende November 2009 weiterlaufen.

(smw/sda)

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