Maradona debütiert in Glasgow

publiziert: Dienstag, 18. Nov 2008 / 22:06 Uhr / aktualisiert: Dienstag, 18. Nov 2008 / 23:16 Uhr

Am letzten offiziellen Länderspiel-Termin dieses Jahres sind die Blicke heute Abend nach Glasgow, wo Diego Armando Maradona als argentinischer Teamchef debütiert, und nach Berlin gerichtet. Dort kommt es zum prickelnden Klassiker Deutschland - England.

Argentiniens Trainer Diego Maradona mit einem Trikot von Celtic Glasgow.
Argentiniens Trainer Diego Maradona mit einem Trikot von Celtic Glasgow.
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12 WM-Ausscheidungspartien und 23 weitere Testländerspiele stehen heute neben Schweiz - Finnland weltweit auf dem Programm.

Mit Maradona soll der Erfolg zu den «Gauchos», die zuletzt von acht Spielen nur eines gewonnen haben, zurückkehren. «Das ist ein Neustart und ich bin gekommen, um meine Unterstützung und meine Erfahrung ins Nationalteam einzubringen», sagte der «Messias» vor seiner Premiere gegen die Schotten im Hampden Park. Und er hofft natürlich, dass sein Debüt genauso ausfällt wie einst ein schottisches Erlebnis als Spieler.

Der einstige Superstar hatte seine Heimat im Februar 1979 zu einem 3:1-Triumph über die Schotten geführt und dabei geglänzt. Der 48-Jährige, der das Erbe von Alfio Basile angetreten hat, muss in Glasgow aber mit Lionel Messi und Juan Roman Riquelme auf zwei Schlüsselspieler verzichten. «Wir suchen nach Alternativen und wir haben sie», sagt Maradona, der dabei an Daniel Montenegro und Carlos Tevez denkt.

Chance für die Debütanten

Das 31. Duell zwischen Deutschland - England leidet unter zahlreichen Absenzen. Joachim Löw, der seinen 25. Sieg als deutscher Teamchef anstrebt, muss auf Captain Michael Ballack, Torsten Frings und Philipp Lahm verzichten. Mit den beiden Hoffenheimern Marvin Compper und Tobias Weis sowie dem Wolfsburger Marcel Schäfer hat Löw dafür drei echte Neulinge dabei. Auch der Bremer Goalie Tim Wiese, schon mehrmals nominiert, ist auch noch ohne Einsatz.

Die Deutschen möchten trotz ihrer Personalsorgen endlich den Fluch der Hauptstadt beenden. Alle sieben Begegnungen mit dem Fussball-Mutterland waren bisher in Berlin verloren gegangen. Auch die Schmach von München im September 2001 ist aber noch ungesühnt: Damals siegten die Engländer dank Treffern des dreifachen Torschützen Michael Owen, Steven Gerrard und Emile Heskey im Olympiastadion 5:1. Deutschlands Hoffnung: Alle drei Torschützen sind heute Abend nicht mit dabei.

Aber auch Löws Trainerkollege Fabio Capello hat nach etlichen Absagen (Wayne Rooney, Steven Gerrard, Frank Lampard, Rio Ferdinand, Joe Cole, Ashley Cole und Emile Heskey) Gelegenheit zum Testen. Angesichts der Ausfälle -- nur vier Mann sind vom Stammpersonal dabei -- forderte die Boulevard-Zeitung «The Sun» gestern in einer ironischen Annonce, dass sich Interessenten für einen Einsatz beim englischen Verband melden sollen. Capello nutzte indes die Absagenflut zu einer Machtdemonstration, indem er Gerrard und Lampard ins Teamquartier einrücken liess, um dann die Befunde zu bestätigen.

Der ersatzgeschwächte Europameister Spanien hat in Villarreal Chile zu Gast. Die Iberer, die nun von Vicente del Bosque betreut werden, sind seit November 2006 in 27 Länderspielen ungeschlagen. Die letzte Niederlage (0:1) setzte es in Cadiz gegen Rumänien ab.

Lippi strebt Weltrekord an

In Piräus gegen Ex-Europameister Griechenland könnte Marcello Lippi sogar einen Weltrekord egalisieren. Gelingt dem italienischen Teamchef mit der Squadra Azzurra zumindest ein Remis, dann wäre er zum 31. Mal en suite ungeschlagen. Das haben bisher nur Basile mit Argentinien (Februar 1991 bis August 1993) und Javier Clemente mit Spanien (September 1994 bis Januar 1998) geschafft. In seiner Heimat liegt Lippi schon jetzt mit dem «Rekordler» Vittorio Pozzo, dem WM-Trainer von 1934 und 1938, gleichauf.

In der Nacht auf Donnerstag möchte Rekordweltmeister Brasilien seine Torlosigkeit in Heimspielen beenden. Die Seleçao ist vor dem Duell mit Portugal in Brasilia seit 295 Minuten ohne Treffer. Zuletzt hat Luis Fabiano beim 2:1 vor Jahresfrist in Sao Paulo gegen Uruguay getroffen.

Schweizer Gruppe testet

Neben der Schweiz und Griechenland nützen aus der Schweizer WM-Gruppe drei weitere Konkurrenten den letzten Termin zu Testvergleichen. Moldawien empfängt Litauen, Israel trägt in Tel Aviv ein Heimspiel gegen die Elfenbeinküste aus und Luxemburg misst sich im Nachbar-Derby mit Belgien. Auch die Liechtensteiner sind nochmals am Proben: Das Team von Hanspeter Zaugg reist in die Slowakei, dem Leader der WM-Ausscheidungsgruppe 3, in der mit San Marino - Tschechien der einzige Ernstkampf in Europa auf dem Programm steht.

(fest/sda)

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