Mit Samsungs Erfolg wächst die Angst der Konkurrenten
Marktmacht: Android-Chef warnt Samsung vor Alleingang
publiziert: Mittwoch, 27. Feb 2013 / 13:58 Uhr
Andy Rubin hat den Hersteller Samsung davor gewarnt, seine wachsende Marktmacht für den Aufbau einer isolierten eigenen Plattform zu nutzen.
Andy Rubin hat den Hersteller Samsung davor gewarnt, seine wachsende Marktmacht für den Aufbau einer isolierten eigenen Plattform zu nutzen.

Android-Chef Andy Rubin hat den südkoreanischen Hersteller Samsung davor gewarnt, seine wachsende Marktmacht für den Aufbau einer isolierten eigenen Plattform zu nutzen.

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Es sei zwar eine natürliche Entwicklung, dass ein grosser Hersteller wie Samsung auch Alternativen zu Android auslote, sagte der Google-Manager auf dem Mobile World Congress in Barcelona. Ein Alleingang eines einzelnen Herstellers wäre aber eine Insellösung. «Und mein Rat ist: Bauen Sie keine Inseln, sie funktionieren nicht mehr. Sie müssen Ökosysteme aufbauen, die verschiedenen Herstellern offenstehen.»

Zugleich glaubt Rubin nicht, dass sich Samsung auch als grösster Smartphone-Hersteller ganz von dem bei Google entwickelten Android-System verabschieden könnte. «Es gibt in jedem Haushalt immer mehr Geräte verschiedener Hersteller, die mit Android laufen», betonte er. Und das Google-Betriebssystem sei dabei die gemeinsame Grundlage. «Es ist zu so einer mächtigen Kraft geworden, dass es schwer ist, darauf zu verzichten.»

Samsung ist derzeit am erfolgreichsten

Bei Android handelt es sich um ein mobiles Betriebssystem auf Linux-Basis, das von Google initiiert wurde und in seiner Funktion eng mit den Diensten des Suchmaschinen-Giganten verknüpft ist. Es wurde zunächst für Handys konzipiert, kommt mittlerweile aber auch auf Tablets zum Einsatz. Das Open-Source-System Android wird von der so genannten Open Handset Alliance von Hard- und Software-Herstellern getragen. Hier sind neben Google und Samsung auch Branchen-Grössen wie Intel, Sony, Motorola, HTC, aber zum Beispiel auch Vodafone, die Telekom und weitere vertreten. Android beherrscht den Smartphone-Markt inzwischen mit einem Anteil von rund 70 Prozent.

Samsung gelingt es am besten, diese Welle zu reiten: Rund jedes dritte weltweit verkaufte Computer-Handy kommt von den Südkoreanern. Sie sind damit mit Abstand erfolgreicher als andere Android-Anbieter. Immer wieder wird spekuliert, Samsung könnte diese Marktmacht und die Strahlkraft seiner Marke Galaxy nutzen, um sich mit einem eigenen Betriebssystem unabhängiger von Google zu machen - zumal Samsung mit seinem Betriebssystem Bada bereits über eine eigene Plattform samt dazugehörigen Appstore (Samsung Apps) verfügt.

Rubin führt den weiten Abstand von Samsung vor anderen Android-Anbietern auf ein besseres Management durch die Südkoreaner zurück. «Das hat nichts mit Android zu tun.» Möglicherweise helfe Samsung auch, ein breit aufgestellter Konzern zu sein, der zentrale Bausteine wie Speicher, Prozessoren und Bildschirme selbst entwickele und herstelle. Auf der folgenden Seite lesen Sie, was an den Gerüchten zu eigenen Google-Stores dran ist und wie Andy Rubin die Chancen von Chrome und Firefox OS einschätzt.

Keine Pläne für eigene Google Stores

Der Android-Chef wies in Barcelona zugleich jüngste Berichte zurück, Google bereite eigene Geschäfte nach dem Vorbild der Apple Stores vor. «Google hat keine Pläne und wir haben nichts anzukündigen», sagte Rubin. Zuletzt hatte unter anderem das «Wall Street Journal» berichtet, nach Apple und Microsoft denke auch Google über Geschäfte zunächst in den USA nach. Sie könnten Geräte unter dem Google-Markennamen oder auch Technik des übernommenen Handy-Herstellers Motorola verkaufen, hiess es.

Rubin erklärte, heutzutage sei es immer unwichtiger, sich zum Beispiel ein Mobiltelefon vor dem Kauf in einem Geschäft anzusehen. Verbraucher informierten sich über neue Technik im Internet oder bei Bekannten und könnten sie sich zum Beispiel in Geschäften der Mobilfunk-Betreiber ansehen. «Ausserdem laufen heute viele Geräte auf der selben Plattform», sagte Rubin mit Blick auf die Dominanz von Android, dessen Entwicklung er bei Google verantwortet. Er wies Spekulationen zurück, Google schiebe derzeit Android als Marke in den Hintergrund zu Gunsten des eigenen Konzernnamens. Die Gerüchte waren aufgekommen, nachdem die App-Plattform für das System von Android Market in Google Play umbenannt worden war.

Android und Google Chrome ergänzen sich

Der von Google übernommene Handy-Pionier Motorola bekomme keine Sonderbehandlung, betonte Rubin. Sein Team und das von Motorola seien komplett getrennt. Er schliesse zwar nicht aus, dass Motorola einmal eines der Flaggschiff-Geräte der Nexus-Serie bauen werde - «wir können sie schliesslich nicht dafür bestrafen, dass sie zu Google gehören». Aber Motorola werde durch den gleichen Auswahlprozess wie andere Hersteller gehen müssen. Bei den Nexus-Modellen versucht Google, mit wechselnden Hardware-Partnern die bestmöglichen Android-Geräte zu entwickeln. So wird das aktuelle Smartphone Nexus 4 von LG gebaut.

Einen Konflikt zwischen den beiden Google-Betriebssystemen Android und Chrome sieht Google nicht. «Wenn zwei verschiedene Geräte im Laden stehen, ist die Chance grösser, dass der Kunde am Ende bei Google landet.» Es gehe darum, Angebote für unterschiedliche Nutzungsszenarien zu haben. Bei Chrome laufen die Programme komplett aus dem Internet - ähnlich wie bei dem neuen Firefox-Betriebssystem des Browser-Entwicklers Mozilla, das in Barcelona vorgestellt wurde.

Nach Einschätzung von Rubin ergänzen sich Android und die Firefox OS eher, anstatt direkt miteinander zu konkurrieren. Es gebe Preisklassen, in denen Android aufgrund technischer Mindestvorgaben nicht eingesetzt werden könne und da mache ein System wie das von Firefox Sinn. Für Google werde eine Verbreitung des Firefox-Systems auf jeden Fall positiv sein: «Mehr Zugang zum Internet bedeutet auch mehr Zugang zu Google.» Und er selbst sei Firefox allein schon deshalb wohlgesonnen, weil die Entwickler die gleichen Werte einer offenen Plattform vertreten.

Erste Smartphones mit dem Firefox-Betriebssystem wurden in Barcelona gezeigt. Die Geräte sind für das Einsteiger-Segment gedacht und sollen zu Preisen ab 100 Euro auf den Markt kommen. In einem ersten Test konnte uns das neue Betriebssystem allerdings noch nicht überzeugen: Es läuft auf den gezeigten Smartphones zwar stabil, ist aber noch zu langsam, um Begeisterung zu wecken.

(Marie-Anne Winter/teltarif.ch)

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