Martin Schmitt - wie Phoenix aus der Asche

publiziert: Samstag, 19. Feb 2005 / 09:34 Uhr / aktualisiert: Samstag, 19. Feb 2005 / 14:30 Uhr

Zum erweiterten Favoritenkreis für das WM-Springen von der Normalschanze gehört seit dem Training auch Martin Schmitt. Damit hatten im Vorfeld der Titelkämpfe in Oberstdorf wohl nur die kühnsten Optimisten im deutschen Lager gerechnet.

RTL hofft auf die Wiederauferstehung von Martin Schmitt.
RTL hofft auf die Wiederauferstehung von Martin Schmitt.
Vierfacher Weltmeister, Olympiasieger mit der Mannschaft, Gewinner von 28 Weltcup-Springen -- von Martin Schmitts Palmarès können die meisten Skispringer nur träumen. Doch der Erfolgsmotor geriet nach der Olympia-Saison ins Stocken, Schmitt wartet mittlerweile seit drei Jahren auf einen Podestplatz in einem Einzelwettkampf.

Im Januar war Schmitt an einem neuen Tiefstpunkt angelangt. Nach der trotz einem 7. Platz in Innsbruck völlig missglückten Vierschanzentournee ging es nur noch darum, die Saison mit den Heim-WM noch einigermassen zu retten.

Trockenübungen statt Wettkampf

Schmitt bestritt lediglich die Weltcup-Springen in Titisee-Neustadt und Pragelato, ansonsten konzentrierte er sich aufs Training. Mit dem B-Kader-Coach Rolf Schilli arbeitete er in Hinterzarten vor allem an der Anlaufposition, dem Absprung und der ersten Flugphase. Im Zentrum der Einheiten standen Simulationen ("Trockenübungen") und Konditionstraining. Jetzt sagt Schmitt, seine Kraftwerte seien so gut wie noch nie.

Mit Schilli hat Schmitt einen neuen Vertrauensmann gefunden. Damit dürfte die Zeit der ständigen Wechsel im Betreuerstab zu Ende sein. Zuvor war es weder dem langjährigen Erfolgscoach Reinhard Hess noch dem auf Druck von Schmitt und Sven Hannawald vom Heimtrainer zu Hess´ Nachfolger beförderten Wolfgang Steiert gelungen, mit Schmitt den Turnaround zu schaffen.

Plötzlich passt alles

Als Steiert im vergangenen Herbst entlassen und durch Peter Rohwein ersetzt wurde, zählte Schmitt auf die Rückkehr seines Förderers an den Stützpunkt in Hinterzarten. Steiert entschied sich jedoch für den Wechsel nach Russland, so dass Schmitt wieder nach einer anderen Lösung suchen musste.

Nun scheint plötzlich wieder alles zu passen. Am Donnerstag verblüffte der 27-Jährige mit Bestweiten in zwei von drei bestrittenen Trainingsdurchgängen. Nach guten Ansätzen in Pragelato erinnerte Schmitt auf der kleinen Oberstdorfer Schanze an seine besten Zeiten. "Jetzt gehört er zu den Topfavoriten und kann alle schlagen", frohlockte der als TV-Experte anwesende Hess.

RTL hofft auf Schmitt und Hanni Es scheint tatsächlich nicht abwegig, dass nach den für die deutschen Springer medaillenlosen WM im Val di Fiemme ausgerechnet Schmitt das nächste Kapitel der Erfolgsgeschichte schreibt. Eine WM-Medaille für den Teenie-Star -- und der Hype um den Auslöser des deutschen Skisprung-Booms wäre neu lanciert. Freuen würde das nicht zuletzt den Privatsender RTL, dessen Quoten wegen Schmitts Formtief und Hannawalds Burn-out empfindlich eingebrochen sind.

(mo/Si)

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