Masern-Epidemie flammt wieder auf

publiziert: Donnerstag, 5. Feb 2009 / 00:43 Uhr

Bern - Die Masern sind in der Schweiz wieder auf dem Vormarsch. Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) empfiehlt dringend, Kleinkinder systematisch zu impfen. Auch alle nach 1963 Geborenen, die noch nie Masern hatten, sollten die Impfung nachholen. In der Schweiz war 2006 eine Masern-Epidemie ausgebrochen.

Um die Masern in der Schweiz auszurotten sollte die Durchimpfungsrate bei Kleinkindern erhöht werden.
Um die Masern in der Schweiz auszurotten sollte die Durchimpfungsrate bei Kleinkindern erhöht werden.
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Nach einer vorübergehenden Abnahme ist die Zahl der Erkrankungen nun wieder europaweit zunehmend, wie das BAG mitteilte.

In diesem Jahr seien in der Schweiz bereits 50 Fälle gemeldet worden - soviel wie in einem epidemiefreien Jahr insgesamt.

Besonders betroffen sind die Kantone Waadt und Luzern, wie Virginie Masserey, Leiterin Sektion Impfungen beim BAG, der Nachrichtenagentur SDA sagte.

In der Waadt kämen zu den zwei den Behörden bereits bekannten Fällen noch 20 weitere hinzu.

Ende letzter Woche starb im Genfer Kantonsspital ein Mädchen aus Frankreich an einer akuten Masernkomplikation. Das Mädchen lebte in der Nähe der Schweizer Grenze und war nicht geimpft.

Erhöhung der Durchimpfungsrate gefordert

Um die Masern in der Schweiz auszurotten - wie dies in Nord- und Südamerika sowie in Finnland bereits der Fall ist - sollte die Durchimpfungsrate bei Kleinkindern laut BAG auf 95 Prozent erhöht werden. Derzeit liege sie landesweit bei 86 Prozent.

Das BAG fordert die Eltern ausdrücklich auf, die Impfempfehlung zu befolgen: Zwei Dosen MMR-Impfstoff (gegen Masern, Mumpf und Röteln), die erste im Alter von 12 Monaten, die zweite im Alter von 15 bis 24 Monaten.

Zudem wird Ärztinnen und Ärzten empfohlen, jede Gelegenheit zu nutzen, um fehlende Impfungen nachzuholen. Das gelte insbesondere für alle nach 1963 Geborenen, die noch nie an Masern erkrankt waren.

Auch in Deutschland grassieren derzeit die Masern, wie der deutsche Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ) mitteilte.

(bert/sda)

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