Im europäischen Vergleich noch zu hoch

Medikamente sind günstiger geworden

publiziert: Freitag, 20. Jan 2012 / 11:27 Uhr
Für Medikamente zahlen Schweizer erheblich mehr als ihre Nachbarn.
Für Medikamente zahlen Schweizer erheblich mehr als ihre Nachbarn.

Bern - Die Medikamentenpreise in der Schweiz haben sich 2011 dem europäischen Umfeld angenähert. Das zeigt der am Freitag veröffentlichte Preisvergleich mit sechs europäischen Ländern. Allerdings sind die Preise immer noch höher, bei Generika sogar erheblich.

5 Meldungen im Zusammenhang
Die Generika mit den 250 umsatzstärksten Wirkstoffen kosteten in der Schweiz ab Fabrik weiterhin 50 Prozent mehr als in den Vergleichsländern Deutschland, Dänemark, Niederlande, Grossbritannien, Frankreich und Österreich.

Diese Preisdifferenz habe sich historisch eingependelt, teilten die Branchenverbände Interpharma und vips sowie der Krankenkassenverband santésuisse mit. Die Organisationen nehmen den Vergleich jährlich vor.

Peter Huber, Geschäftsführer des Fachverbands Intergenerika, erwartet indessen gemäss Communiqué, dass die Generikapreise dank der neuen Massnahmen des Bundes bis 2015 um 20 Prozent zurückgehen. Diese traten Ende März 2011 in Kraft und regeln den Selbstbehalt neu.

Hoher Frankenkurs

Die umsatzstärksten 200 patentgeschützten Originalpräparate waren 2011 in der Schweiz ab Fabrik gut 20 Prozent teurer als in den Vergleichsländern. Die Branchenvertreter führten das auf den hohen Frankenkurs zurück. Der Berechnung liegt ein Wechselkurs von 1,26 Franken pro Euro zugrunde.

Selbst mit einem hypothetischen Wechselkurs von 1.40 Franken gerechnet, hätte der Preisunterschied noch 10 Prozent betragen, gab santésuisse bekannt. Darum ortet der Krankenkassenverband weiterhin erhebliches Sparpotenzial.

2010 hatte das Preisniveau für Originalpräparate in der Schweiz 6 Prozent über dem Niveau der Vergleichsländer gelegen. Auch damals wurde das mit dem hohen Frankenkurs begründet.

(dyn/sda)

xxxFORUMHINWEISxxx
Lesen Sie hier mehr zum Thema
Bern - Nach wie vor sind rezeptpflichtige Medikamente in der Schweiz deutlich ... mehr lesen
Die Medikamentenpreise in der Schweiz bleiben immer noch auf einem hohen Niveau.
Der Bundesrat rechnet mit jährlichen Einsparungen für die Krankenversicherung.
Bern - Die Preise kassenpflichtiger ... mehr lesen
Bern - Der Schweizer Medikamentenmarkt ist im Jahr 2011 wieder gewachsen, ... mehr lesen
Es gibt wieder etwas mehr Medikamente in der Schweiz.
Möglicherweise sind die Schweizer Studienteilnehmer stärker sensibilisiert.
Bern - Jeder neunte Schweizer ist nach eigenen Angaben in den letzten zwei Jahren Opfer eines medizinischen Fehlers geworden. Das zeigt eine neue Studie. Im internationalen Vergleich liegt das ... mehr lesen
Bern - Verschreibungspflichtige Medikamente sind in der Schweiz deutlich teurer als im Ausland. Allein wegen der Handelsmargen zahlen die Schweizer Prämienzahler im Vergleich mit sechs europäischen Ländern jedes Jahr 300 Millionen Franken zu viel. mehr lesen 
.
Digitaler Strukturwandel  Nach über 16 Jahren hat sich news.ch entschlossen, den Titel in seiner jetzigen Form einzustellen. Damit endet eine Ära medialer Pionierarbeit. mehr lesen 
Studien belegen, dass bereits zehn Minuten Seilspringen so effektiv sein können wie 30 Minuten Joggen.
Studien belegen, dass bereits zehn Minuten ...
Fitness Rope Skipping, das moderne Seilspringen, erlebt derzeit einen regelrechten Boom. Was früher als reine Kinderspielerei galt, hat sich zu einem anspruchsvollen Ganzkörpertraining entwickelt, das nicht nur fit hält, sondern auch jede Menge Spass bringt. Ob im Park, Fitnessstudio oder zu Hause - Seilspringen ist überall und jederzeit möglich und erfreut sich wachsender Beliebtheit bei Jung und Alt. mehr lesen  
Apotheke & Pharma News Forscher der ETH und Empa haben gemeinsam ein Implantat aus Hydrogel entwickelt, das sowohl zur Verhütung als auch zur ... mehr lesen  
Etwa zehn Prozent aller Frauen leiden an Endometriose, einer Krankheit, deren Ursprung noch nicht vollständig erforscht ist.
Beauty Die Sonne verwöhnt uns mit Wärme, Licht und einem Hauch von Sommerglück. Doch so wohltuend die Sonnenstrahlen auch sind, sie hinterlassen ihre Spuren auf unserer Haut. After-Sun-Pflege ist daher kein Luxus, sondern eine Notwendigkeit, um die Haut nach dem Sonnenbad zu regenerieren und ihre natürliche Schönheit zu bewahren. mehr lesen  
Die Geschichte der Drogerie ist eng mit der Entwicklung des Apothekerwesens verbunden.
Drogerie News Bewusste Ernährung und Nachhaltigkeit gewinnen immer mehr an Bedeutung, ... mehr lesen  
Titel Forum Teaser
 
Stellenmarkt.ch
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
Heute Mi Do
Zürich 18°C 26°C wolkig, aber kaum Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig freundlich sonnig
Basel 15°C 25°C freundlichleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig freundlich sonnig
St. Gallen 17°C 24°C wolkig, aber kaum Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wolkig, aber kaum Regen sonnig
Bern 17°C 26°C gewitterhaftleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wolkig, aber kaum Regen sonnig
Luzern 18°C 26°C gewitterhaftleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wolkig, aber kaum Regen sonnig
Genf 16°C 28°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig freundlich sonnig
Lugano 22°C 30°C freundlichleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig freundlich
mehr Wetter von über 8 Millionen Orten