Kritik an Raketenabwehr in Europa
Medwedew zögert mit Entscheid zu Kandidatur
publiziert: Mittwoch, 18. Mai 2011 / 13:20 Uhr / aktualisiert: Mittwoch, 18. Mai 2011 / 13:39 Uhr
Grosse Pressekonferenz .
Grosse Pressekonferenz .

Moskau - Kreml-Chef Dmitri Medwedew hält sich eine Kandidatur bei der russischen Präsidentenwahl in knapp einem Jahr weiter offen. «Der Moment der Entscheidung ist noch nicht gekommen», sagte Medwedew am Mittwoch an der ersten grossen Pressekonferenz seiner dreijährigen Amtszeit.

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Die Zeit für eine klare Antwort sei «nicht reif», sagte der Staatschef vor Hunderten Journalisten aus aller Welt am neuen Wissenschafts- und Technologiestandort Skolkowo ausserhalb von Moskau.

Beobachter hatten auf eine klare Antwort gehofft, ob Medwedew oder Regierungschef Wladimir Putin antreten wird. Eine Rückkehr des langjährigen Präsidenten Putin in den Kreml gilt als nicht ausgeschlossen.

START-Vertrag in Gefahr

Im Streit um eine Raketenabwehr der NATO in Mitteleuropa droht Medwedew offen mit einem Ausstieg aus dem erst kürzlich abgeschlossenen Start-Vertrag über atomare Abrüstung mit den USA. Eine entsprechende Klausel im Abkommen erlaube, den Vertrag in solch einem Falle zu suspendieren oder «sogar zu beenden».

Durch eine Raketenabwehr ohne Beteiligung Russlands werde das strategische Gleichgewicht zwischen Washington und Moskau wieder gestört, sagte Medwedew. Das bilaterale Abkommen zur Reduzierung strategischer Offensivwaffen (Start) war erst im Februar dieses Jahres in Kraft getreten.

«Wir sind bereit zur Zusammenarbeit, aber zugleich hoffen wir auf Garantien, dass diese Raketen nicht gegen uns gerichtet sind», sagte Medwedew. Moskau sieht ein Raketenabwehrsystem in Europa ohne russische Beteiligung als Gefahr für die eigene Sicherheit.

(bert/sda)

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Dmitri Medwedew und Wladimir Putin. (Archivbild)
????? ???????! (Prost!)
Also ich habe selten so gelacht!
Der arme Medwedew zögert also noch...mit der Mitteilung er trete dann nicht mehr an um Putin Platz zu machen.

Also wäre das überhaupt irgendwie nicht eh völlig klar.
.
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