Weltweit starke Nachfrage
Mehr 100-Dollar-Scheine im Ausland als in den USA
publiziert: Donnerstag, 11. Apr 2013 / 09:02 Uhr
Vor allem die 100-Dollar-Note ist sehr gefragt.
Vor allem die 100-Dollar-Note ist sehr gefragt.

New York - Der US-Dollar in physischer Form erfreut sich weltweit grosser Beliebtheit. Vor allem die 100-Dollar-Banknote mit dem Gesicht von Benjamin Franklin ist stark nachgefragt.

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Laut einer Studie der US-Notenbank Fed sind sogar 65 Prozent aller existierenden 100-Dollar-Scheine (76 Euro) ausserhalb der USA im Umlauf. In Zeiten der Krise greifen weltweit wieder mehr Menschen zum Bargeld. Heute sind 42 Prozent mehr Dollar-Banknoten im Umlauf als noch vor fünf Jahren.

Verlässlichkeit und niedrige Zinsen

Seit dem Ausbruch der globalen Finanz- und Wirtschaftskrise 2008 sind die Zukunftsängste grosser Teile der Bevölkerung gestiegen. Die Gründe, die hier für Bargeld sprechen, liegen auf der Hand: Neben Zweckmässigkeit und Verlässlichkeit sind es aber auch die geringen Zinsen, die Geldhäuser für eingelegtes Geld bieten. Dadurch verringern sich die anfallenden Opportunitätskosten für jene, die auf Bargeld setzen, anstatt in Finanzprodukte investieren. Die finanzpolitischen Unsicherheiten in Südamerika oder Teilen der Eurozone tragen ihren Teil dazu bei.

Ein weiterer Aspekt ist die Anonymität, die mit Banknoten verbunden ist. Zahlreiche Ökonomen sehen darin auch den Grund für deren bevorzugte Verwendung bei illegalen Geschäften. Drogenhandel, Steuerhinterziehung und Bestechung sind dabei nur einige der Anwendungsfelder. Zu diesem Zweck der Kriminalitätsbekämpfung werden in den USA keine 500-Dollar-Scheine oder Banknoten mit noch grösserem Wert mehr gedruckt.

84 Prozent entfallen auf Franklin

84 Prozent der Vermehrung des Dollar-Bargeldes seit 1990 entfällt auf die beliebte 100-Dollar-Banknote. Vom gesamten im Umlauf befindlichen Dollar-Bargeldvolumen macht sie 77 Prozent aus. 1990 waren es noch 52 Prozent. Aber auch Bargeld längst ungültiger Zahlungsmittel horten Konsumenten bei sich. Über zehn Jahre nach Einführung des Euro vermisst die Deutsche Bundesbank noch immer rund 13 Mrd. D-Mark.

(bg/pte)

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