Mehr Integration für Muslime gefordert

publiziert: Samstag, 27. Nov 2004 / 07:59 Uhr / aktualisiert: Samstag, 27. Nov 2004 / 08:18 Uhr

Bern - Gibt es eine Radikalisierung der Muslime in der Schweiz? Oder radikalisieren sich vielmehr die Schweizer selbst? Und wie können Muslime besser integriert werden? Über diese Fragen wurde am Freitag in der "Arena" von SF DRS diskutiert.

Muslime und Schweizer sollen näher zusammenrücken.
Muslime und Schweizer sollen näher zusammenrücken.
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Politiker und Experten waren sich bei allen unterschiedlichen Positionen einig, dass Muslime und Schweizer näher zusammenrücken sollten. "Wir müssen mit den Muslimen gemeinsam die Auffassung entwicklen, dass sie eine von mehreren Religionen in diesem Land sind", betonte der Islamwissenschafter und Publizist Hans-Peter Raddatz.

Die Islamwissenschafterin Rifa´at Lenzin hielt in der "Arena" fest, die grosse Mehrheit der Muslime gehöre nicht zu den erzkonservativen Richtungen des Islam. Doch die Medien würden über radikale Einzelfälle zu undifferenziert berichten: "Sie hätten aber die Pflicht, ein möglichst sachliches Bild zu zeigen."

Auch Farhad Afshar, Präsident Koordination Islamische Organisationen, sagte, weder die Moslems noch die Schweizer seien radikaler geworden, sondern die Medienbilder. Er ortete das grösste Problem bei der Integration in den fehlenden islamischen Institutionen in der Schweiz: "Die Leute bringen ihre Traditionen mit und machen aus dem Volksislam einen Hochislam."

Auf die Frage, ob die Schweiz denn Imame ausbilden sollte, sagte der Zürcher SVP-Nationalrat Ulrich Schlüer in der SF-DRS-Sendung aber: "Es ist nicht Sache des Schweizer Bürgers, dass er mit den Steuern auch noch auf dieser Ebene bezahlen muss."

Der Integrationsbeauftragte Thomas Kessler meinte dagegen, dies gehöre zum Gesamtkonzept der Integration. Und auch Lenzin erklärte: "Ich finde das eine sehr gute Sache." Andere Imame, die aus arabischen Staaten kämen, würden die schweizerische Wirklichkeit zu wenig kennen und seien deshalb ungeeignet.

(mo/sda)

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