Mehr Morde von Rechtsextremen in Russland

publiziert: Samstag, 21. Jun 2008 / 17:51 Uhr / aktualisiert: Samstag, 21. Jun 2008 / 18:56 Uhr

Moskau - In Russland sind seit Jahresbeginn fast 70 Ausländer bei fremdenfeindlichen Angriffen durch Rechtsextreme getötet worden und damit schon etwa so viele wie im gesamten Jahr 2007. Menschenrechtler beklagen seit einiger Zeit eine rasante Zunahme der Überfälle.

Rasante Zunahme rechtsextremer Übergriffe auf Ausländer in Russland. (Symbolbild)
Rasante Zunahme rechtsextremer Übergriffe auf Ausländer in Russland. (Symbolbild)
«Seit Januar gab es 152 rassistische Angriffe, bei denen 69 Menschen getötet und mindestens 170 verletzt wurden», sagte der Direktor des Moskauer Menschenrechtsbüros, Alexander Brod, am Samstag nach Angaben der Agentur Interfax. Im Vorjahr waren es insgesamt 68.

Besonders Menschen aus den zentralasiatischen Republiken wie Kirgistan, Usbekistan und Tadschikistan würden Opfer von Skinhead- Attacken. Menschenrechtsorganisationen, aber auch die Führungen der früheren Sowjetrepubliken beklagen seit langem, dass die russische Regierung zu wenig gegen das Problem unternehme.

Teilnahme an Wahlen

Hochburgen rassistischer Gewalt seien die Ballungszentren Moskau, St. Petersburg sowie die Gebiete Swerdlowsk und Uljanowsk an der Wolga. Auch Menschen aus dem Kaukasus seien extrem gefährdet, sagte Brod. Die rechtsextremen Organisationen zählen nach Schätzungen landesweit bis zu 70'000 Mitglieder.

In einem Klima wachsender Fremdenfeindlichkeit in Russland hatten sich Anfang Juni vier rechtsextreme Organisationen in Moskau zur Russischen Nationalbewegung vereint. Sie wollen künftig an den Wahlen teilnehmen.

(tri/sda)

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