Mehrere Erdbeben erschüttern Taiwan - Zwei Tote

publiziert: Dienstag, 26. Dez 2006 / 18:05 Uhr / aktualisiert: Donnerstag, 28. Dez 2006 / 13:47 Uhr

Taipeh - Ein starkes Erdbeben und sechs Nachbeben haben den Süden Taiwans erschüttert und die Menschen zwei Jahre nach dem verheerenden Tsunami in Südostasien erneut in Angst versetzt.

Der erwartete Tsunami war nur einen Meter hoch.
Der erwartete Tsunami war nur einen Meter hoch.
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Nach dem Beben der Stärke 6,7 auf der Richter-Skala gab das Amt für Meteorologie in Japan für Süd-Taiwan und die Philippinen zunächst eine Warnung vor einer Flutwelle heraus, hob diese zwei Stunden später jedoch wieder auf.

Der nur einen Meter hohe Tsunami werde lediglich zu einem geringfügigen Anstieg des Wasserpegels führen, hiess es. Das Epizentrum des Bebens lag vor der Südspitze Taiwans, 22 Kilometer unter dem Meeresgrund, teilte das Seismologische Beobachtungszentrum mit.

Häuser eingestürzt

Nach Fernsehberichten stürzten in der Stadt Hengchun mehrere Gebäude ein und begruben Menschen unter sich. Es soll mindestens zwei Todesopfer geben, Dutzende wurden verletzt. Viele Menschen rannten aus ihren Häusern und blieben aus Angst vor weiteren Beben im Freien.

Bis zum Mittwochmorgen (Ortszeit) waren insgesamt sechs Nachbeben zu spüren. Die Erschütterungen reichten bis in die Hauptstadt Taipeh, hiess es. Hochhäuser schwankten, Fensterscheiben klirrten. Vielerorts fiel der Strom aus.

Keine Tsunami-Warnung

Das US-Tsunami-Warnzentrum im Pazifik warnte vor einer örtlichen Flutwelle, aber nicht vor einem Tsunami im Pazifik. Nach Angaben des US-Amtes für Geologie hatte das Hauptbeben eine Stärke von 7,2. Taiwans Seismologisches Beobachtungszentrum gab keine Tsunami-Warnung heraus. Dies geschehe nur bei einer Stärke von mehr als 7.

Das Erdbeben in Taiwan hat beim Schweizerischen Erdbebendienst einen Fehlalarm ausgelöst. Deshalb wurde eine automatische Mitteilung publiziert, dass bei Ilanz die Erde mit Stärke 3,1 gebebt habe.

Eine knappe halbe Stunde später, gegen 14.30 Uhr, kam dann das Korrigendum: Die vorhergehende Meldung beruhe auf einer Fehllokalisierung, teilte der Erdbebendienst der ETH Zürich mit.

(fest/sda)

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