Meier: «Bin schon erleichtert»

publiziert: Dienstag, 24. Nov 2009 / 19:57 Uhr / aktualisiert: Mittwoch, 25. Nov 2009 / 17:10 Uhr

Die Bundesanwaltschaft teilte heute mit, dass nach aktuellem Kenntnisstand keine Schiedsrichter in die mutmasslichen Spielmanipulationen in der Schweiz involviert sind. Schiedsrichter-Chef Urs Meier zeigt sich erleichtert.

Schiedsrichter-Chef Urs Meier: Kein Skandal im eigenen Lager.
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Herr Meier, als Schiedsrichter-Chef dürften Sie über die Informationen der Bundesanwaltschaft erleichtert sein. Offenbar ist kein Schiedsrichter in den Wettskandal verwickelt.

Meier: «Es ist die Bestätigung von dem, was ich gehofft und auch gedacht hatte. Aber klar, man kann nie hundertprozentig sicher sein. Deshalb bin ich schon erleichtert. Trotzdem hat natürlich der ganze Skandal auch für uns Auswirkungen.»

Welcher Art?

Meier: «Wir müssen noch vorsichtiger sein. Bei verdächtigen Anrufen, wie sie von Spielern geschildert wurden, müssen wir gleich reagieren. Doch ich muss sagen, solche gab es in der Vergangenheit nicht.»

Hatten Sie sonst irgendwelche Hinweise, dass Spiele manipuliert werden?

Meier: «Nein, für mich kam alles wie aus heiterem Himmel. Für alle Schiedsrichter kam es überraschend. Ich habe auch mit denjenigen geredet, die die bereits bekannten betroffenen Spiele geleitet haben: Sie hatten nichts geahnt. Schockiert sind wir trotzdem alle, denn wir stehen für Ehrlichkeit und Fairplay ein.»

Schiedsrichter verdienen, ähnlich wie Challenge-League-Spieler, wenig Geld. Sind sie dadurch nicht auch anfälliger für Bestechung?

Meier: «Das ist für mich keine Frage des Lohns, sondern des Charakters. Bei Hoyzer (der bestochene deutsche Schiedsrichter beim letzten Wettskandal - Red.) gab es zum Beispiel Hinweise dafür, dass er anfällig ist. Solche Sachen muss man erkennen. Der Charakter ist bei der Auswahl der Schiedsrichter ein wichtiger Faktor. Die Persönlichkeit wird beachtet, auch deshalb konnte ich von meinen Leuten überzeugt sein.»

(fest/sda)

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