Merkel stellt sich hinter «Stuttgart 21»

publiziert: Samstag, 16. Okt 2010 / 16:19 Uhr / aktualisiert: Samstag, 16. Okt 2010 / 21:58 Uhr
Tausende Menschen gingen auch heute auf die Strasse, um gegen das Milliarden-Projekt «Stuttgart 21» zu protestieren.
Tausende Menschen gingen auch heute auf die Strasse, um gegen das Milliarden-Projekt «Stuttgart 21» zu protestieren.

Stuttgart - Die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel hat sich erneut hinter das umstrittene Bahnprojekt «Stuttgart 21» gestellt. «Das ist ein richtiges, wichtiges Verkehrsprojekt für Europa», sagte die CDU-Vorsitzende am Samstag vor jungen Parteimitgliedern in Potsdam.

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Jede Generation müsse ihren Beitrag zur Modernisierung des Landes leisten, sagte Merkel auf dem Deutschlandtag der Jungen Union. Hierzu gehörten auch neue Verkehrswege. «Sonst werden wir den Anschluss an die Zukunft verlieren.»

Die CDU-Chefin appellierte deshalb an ihre Partei, die Menschen vom Nutzen des Bahnprojekts in Stuttgart zu überzeugen. Politik funktioniere nicht nach dem Motto: «Das wird jetzt so gemacht.» Aus früheren Grossprojekten wie dem Ausbau des Frankfurter Flughafens könne die Lehre gezogen werden, dass durch Gespräche viel bewirkt werden könne, sagte sie.

Für den Umbau des oberirdischen Kopfbahnhofes in einen unterirdischen Durchgangsbahnhof und die Anbindung an die geplante Hochgeschwindigkeitsstrecke nach Ulm machte sich am Samstag nicht nur Merkel stark.

SPD-Vorsitzenden Sigmar Gabriel sagte dem «Weser-Kurier» aus Bremen, es spreche viel für «Stuttgart 21». «Wir können es uns nicht leisten, nach Verkehrsverlagerung auf die Schiene zu rufen und dann gegen jede Bahnstrecke zu sein.»

Proteste in Stuttgart

Unterdessen demonstrierten am Samstag in Stuttgart erneut Tausende Menschen gegen das Bahnprojekt. Jedoch gingen wegen des trüben Herbstwetters deutlich weniger Demonstranten auf die Strasse als erwartet. Die Veranstalter hatten mit 100'000 Teilnehmern gerechnet - zur Kundgebung kamen schliesslich nach Angaben der Organisatoren 25'000 Menschen, die Polizei sprach von 18'000.

Mehrere Redner forderten die Gegner des Projekts auf, in ihrem Widerstand nicht nachzulassen. Anders als bei vorangehenden Kundgebungen verlief die Veranstaltung am Samstag friedlich.

Im Anschluss an die Demonstration zogen mehrere hundert Aktivisten zum Südflügel des Stuttgarter Bahnhofs. Rund 35 Personen drangen laut Polizei in das Gebäude ein und verbarrikadierten sich dort. Nach einer guten Stunde hätten die Besetzer den Südflügel freiwillig wieder geräumt, sagte ein Polizeisprecher.

(bang/sda)

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