Meuternde Soldaten stellen neue Bedingungen

publiziert: Montag, 3. Jan 2005 / 20:33 Uhr / aktualisiert: Montag, 3. Jan 2005 / 20:49 Uhr

Lima - Die im Südosten Perus meuternden Soldaten haben eine neue Bedingung für die Übergabe ihrer Waffen gestellt. Aus Lima müsse eine hochrangige Delegation nach Andahuaylas reisen, forderte der Anführer der etwa 280 Reservisten, Antauro Humala.

Aus Lima soll eine hochrangige Delegation nach Andahuaylas reisen.
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Dies teilte der katholische Priester José Domingo Paliza mit, der bislang als Vermittler zwischen den Rebellen und der Regierung tätig war. Humala will den Priester nun offenbar nicht mehr als Vermittler akzeptieren. Wann sich die Aufständischen ergeben werden, ist unklar.

Scharfschützen in Stellung

Humala sagte in einem Telefoninterview eines Radiosenders, die Streitkräfte hätten entgegen den Absprachen Scharfschützen in der Stadt in Stellung gehen lassen. Die Regierung hatte zuvor zugesichert, sie werde die Menschenrechte der Aufständischen nach deren Aufgabe respektieren.

Auch der Forderung Humalas, sich nur bei Tageslicht und im Beisein der Bürger der Stadt zu ergeben, stimmte die Regierung zu. Die Forderung nach einem Rücktritt von Präsident Alejandro Toledo hatte Humala angesichts der aussichtslosen Lage fallen lassen.

Er hatte sich mit seinen Gefolgsleuten in einer Polizeistation verschanzt, die von etwa 1000 Polizisten und Soldaten umstellt war. Die Meuterer hielten weiter elf Polizisten als Geiseln fest.

Im Laufe der Rebellion waren seit Samstag vier Polizisten getötet und fünf weitere Beamte verletzt worden. Auch einer der Aufständischen wurde erschossen und ein Zivilist verletzt. Toledo hatte zuvor den Ausnahmezustand über die Andenprovinz Apurímac verhängt. Humala hatte Toledo vorgeworfen, er sei korrupt und verkaufe die Reichtümer Perus an das Ausland.

(sl/sda)

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