Microsoft - Anti-Viren-Software und neuer Spamfilter kommen

publiziert: Mittwoch, 14. Jan 2004 / 18:43 Uhr

IT-Sicherheit soll in den nächsten Jahren oberste Priorität haben. Chefentwickler Bill Gates hat auf der Unterhaltungselektronikmesse in Las Vegas angekündigt, nun auch den Markt für Anti-Viren-Software zu bedienen.

Bill Gates will sich mit Microsoft künftig vermehrt dem Thema Viren widmen.
Bill Gates will sich mit Microsoft künftig vermehrt dem Thema Viren widmen.
Wohl zur Vorbereitung zum Einstieg in diesen Markt hatte Microsoft erst im Sommer 2003 den kaum bekannten rumänischen Spezialisten übernommen. Microsoft stellt bereits ein Produkt zur Verfügung, das die zwei Schädlinge Blaster und Welchia entfernt.

Beide Viren treiben auch Monate nach ihrem ersten Auftauchen weiterhin ihr Unwesen. Angeblich wurde der Konzern mit Sitz in Redmond aktiv, weil immer noch Anbieter von Internetzugängen über eine höhere Netzbelastung durch die Schädlinge klagten.

Experten gehen jedoch davon aus, dass der Schritt als ein erster Versuchsballon auf dem neuen Terrain verstanden werden kann. Laut Analystenmeinung ist allerdings frühestens Ende 2004 mit einem marktreifen Anti-Viren-Produkt aus dem Hause Microsoft zu rechnen.

Das nun bekannt gewordene Vorhaben reiht sich nahtlos in die Marktpolitik von Microsoft ein. Auf der Unterhaltungselektronikmesse in Las Vegas wurde ebenfalls bekannt, dass das Unternehemen einen verbesserten Spam-Filter anbieten und weiter entwickeln will.

In diesem Zusammenhang sagte Microsoft-Gründer Gates laut dem Handelsblatt: "Die Sicherheit in der Datentechnik wird in den nächsten drei bis vier Jahren auf unserer Prioritätenliste ganz oben stehen."

Vorabversionen der "Smart Screen" getauften Filter-Technologie sind heute schon im Einsatz, etwa im neuen Outlook 2003 sowie im kostenlosen E-Mail-Dienst Hotmail. "Smart Screen" soll Mitte des Jahres 2004 marktreif sein.

Sowohl hinsichtlich der Markteinführung der neuen Anti-Viren-Software als auch bezüglich der neuen Filtertechnologie zeigen sich IT-Experten zunächst zurückhaltend.

Mit der Übernahme des rumänischen Anbieters hinke Microsoft der Entwicklung des Marktes hinterher, wird etwa das Beratungsunternehmen Yankee Group in der "Financial Times Deutschland zitiert.

Die Software stelle die Anwender in den Mittelpunkt und vernachlässige den Schutz der Netzwerke, hiess es dort weiter. Diese Tatsache stehe jedoch entgegen dem Trend auf dem Markt für Anti-Viren-Software.

Dennoch reagierten etablierte Anbieter von Anti-Viren-Software nervös auf die Ankündigung von Gates. Schliesslich wäre es ja nicht das erste Mal, dass Microsoft einen Markt komplett aufrollt und grosse Marktanteile erobert.

Doch zu guter Letzt sind da noch die Anwender, die den Produkten trauen müssen. Deren Vertrauen zu gewinnen, dürfte nicht ganz einfach sein. Denn schliesslich haben Microsofts Sicherheitslücken deutlich dazu beigetragen, den Markt für die Anti-Viren-Software enorm zu erweitern.

Einen guten Ruf als vertrauenswürdiger Hersteller für Sicherheitslösungen wird sich der Hersteller erst erarbeiten müssen.

(tr/Si)

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