Ölpreis schnellt in die Höhe

Militäraktion in Libyen treibt Ölpreis in die Höhe

publiziert: Montag, 21. Mrz 2011 / 17:04 Uhr / aktualisiert: Donnerstag, 7. Apr 2011 / 15:30 Uhr
Der Ölmarkt muss zur Zeit auf Libyen als Anbieter verzichten.
Der Ölmarkt muss zur Zeit auf Libyen als Anbieter verzichten.

Seoul/Singapur - Die Militäraktion westlicher Truppen in Libyen hat den Ölpreis am Montag erneut in die Höhe getrieben. Nordsee-Öl der Sorte Brent verteuerte sich zwischenzeitlich um 2,26 Dollar auf 116,19 Dollar je Fass (159 Liter). Später notierte das Fass bei 115,93 Dollar immer noch 1,8 Prozent im Plus.

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«Unsicherheit und Angst treiben den Ölpreis kurzfristig hoch», sagte ein Analyst. Da Machthaber Muammar al-Gaddafi nicht den Anschein mache, aufgeben zu wollen, sei im Laufe der Woche mit weiteren Turbulenzen am Ölmarkt zu rechnen. Seit den Angriffen auf Ziele des ölexportierenden Landes ist der Handel von libyschem Erdöl praktisch zum Erliegen gekommen.

Die Ölfelder in Libyen seien bei den Bombenangriffen zwar anscheinend unbeschadet geblieben, hiess es in Analystenkommentaren am Montag. Die baldige Rückkehr des Landes an den Ölmarkt sei jedoch unwahrscheinlich. Dies führe zu einer Öl-Verknappung, was die Preise längerfristig erhöhe.

Die Aufstände in mehreren nordafrikanischen Ländern hatten in diesem Jahr bereits für einen deutlichen Preisschub auf Erdöl gesorgt.

 

(fest/sda)

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