Im Gebäude «verschanzt»
Milizen stürmen ukrainischen Marinesitz
publiziert: Mittwoch, 19. Mrz 2014 / 10:50 Uhr / aktualisiert: Mittwoch, 19. Mrz 2014 / 11:15 Uhr
Tausende ukrainische und russische Soldaten halten sich auf der Krim auf.
Tausende ukrainische und russische Soldaten halten sich auf der Krim auf.

Sewastopol - Mitglieder prorussischer Milizen haben das Hauptquartier der ukrainischen Marine in Sewastopol auf der Krim umstellt. Rund 200 unbewaffnete Aktivisten, von denen viele vermummt seien, seien auf das Gelände vorgedrungen, sagte ein Sprecher der ukrainischen Marine am Mittwoch.

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Von ukrainischer Seite sei kein Schuss gefallen, hiess es. Die Offiziere hätten sich im Gebäude «verschanzt». Tausende ukrainische Soldaten und russische Soldaten befinden sich auf der Krim, in Sewastopol ist die russische Schwarzmeerflotte stationiert.

Die Krim hatte sich am Sonntag in einem Referendum für die Abspaltung von der Ukraine ausgesprochen. Russlands Staatschef Wladimir Putin unterzeichnete am Dienstag einen Vertrag zur Eingliederung der ukrainischen Halbinsel.

(bg/sda)

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Nicht ganz einerlei
Liebes Cassey

Ich sehe in Putin einen Mann, der ein schweres Erbe angetreten hat, als Russland sich kurz vor der Auflösung befand und im Chaos zu versinke drohte. Die Leute hungerten und die Institutionen waren nicht mehr vorhanden.

Dass er das Land geeinigt, wieder auf Kurs gebracht und eine höchst demokratische Verfassung eingeführt hat, respektiere ich sehr.

Was ich ihm ankreide ist, dass er diese Verfassung nicht leben lässt und sich im Laufe der Jahre mehr und mehr mit Ja-Sagern umgeben hat.
Ein Staatsapparat, der sich so sehr auf einen einzelnen ausrichtet, bekommt früher oder später auch die kleinen Maken als Prägung mit, die dieser einzelne unwidersprochen ausleben kann. Widerspruch und konstruktive Kritik, ist wichtig. Man sollte sich dabei nicht in alter KGB Manier in ungerechtfertigter Verfolgung sehen und der Paranoia keine Chance geben.
Schwierig in einem Umfeld, wo es gilt, so viele Interessen zu moderieren.

Etwas, dass wir in der Schweiz glücklicherweise durch unsere direkte Demokratie abfedern können. Ein paar Abstimmungen reichen, um unsere BR's wieder darauf aufmerksam zu machen, dass sie unsere Staatsdiener sind und uns zur Rechenschaft verpflichtet.
Da wir sie als primus/prima inter pares als unsere Vertreter gewählt haben.

Ich mag die direkte Demokratie, muss ich zugeben. Bisher hab ich noch kein besseres System erlebt.

Zu Israel.
Ich hätt nichts dagegen, wenn sich ein UNO Gerichtshof mal unparteiisch mit der Sache befasst.
Solange der Einfluss der Israelausrotter aber so übergross ist - siehe Zusammensetzung des Menschenrechtsrates - ist eine ausgewogene Untersuchung wohl eher nicht gegeben.
Zweierlei Mass
Der Putin, den ich für einen Mann von vorgestern halte, für einen, der noch immer glaubt, Landgewinne seien etwas Ehrenhaftes und Lohnendes, hat wenigstens so getan, als ob der Anschluss der Krim an Russland demokratisch von den Einwohnenern beschlossen worden sei.
Die Israelis siedeln einfach im Westjordenland ohne irgendjemanden zu fragen. Sie wären viel glaubwürdiger, meine liebe Kubra, wenn sie diese beiden Vorgänge hier mit gleicher Elle und mit etwas mehr Neutralität beurteilen würden.
Eine Farce
war die Abstimmung auf der Krim. Klar auch völkerrechtlich eine fragwürdige Angelegenheit.

Sehen wir aber die Dinge einmal aus russischer Sicht. Die NATO wird sich nie und nimmer bis an die grenzen Russland ausweiten hiess es bei der Vertragsunterzeichnung der deutschen Einheit. Gorbatschow war zu gutgläubig um nicht zu sagen zu einfältig, das zu glauben. Er hätte es in den Vertrag aufnehmen müssen. Heute sind die baltischen Staaten, Rumänien, Kroatien, Polen, Slowakei, Ungarn und Tschechien in der NATO. Man hat die Russen schlichtweg belogen! Wäre die Ukraine auch diesem Pakt beigetreten, was ja da Ziel der Nato noch immer ist, (Frau Merkel hat das in weiser Voraussicht verhindert) hätte sich die russische Schwarzmeerflotte plötzlich in Häfen und Gewässern der NATO befunden. Das muss man sich einmal vorzustellen versuchen! Man sollte den Putin zumindest zu verstehen suchen.
Natürlich ist der Putin meschugge, er glaubt wirklich, Russland sei eine Grossmacht, dabei ist das Land völlig vom Westen abhängig und es wäre weitaus klüger gewesen, der EU beizutreten, die hätte er dann ziemlich dominieren können, seine Macht wäre wesentlich grösser als heute. Russland hat weniger Einwohner als Bangladesch oder Nigeria: Russland ist ein grosses Land, aber nicht wirklich eine Weltmacht, weder Wirtschaftlich noch militärisch. Die Niederlande haben ein grösseres BIP als Russland! Dies alles ist dem Machtmenschen Putin bewusst, er muss Muskeln zeigen, ein armer Mensch halt, gefangen im eigenen Wahn.
Er lebt in derselben fatalen Situation, wie die Soldaten der Deutschen nach dem ersten Weltkrieg. Sie fühlten sich verschaukelt und betrogen und das führte u.a. zum zweiten Weltkrieg. Putin hat den Untergang der DDR, wo er stationiert war, ebenso als persönliche Niederlege empfunden. Er ist ein Mann von Gestern, ein Mann mit vielen Ängsten, er fürchtet sich vor drei jungen Frauen, vor anderer Meinung und vor allem vor einer Revolution in seinem Land, das ihn hinwegfegen könnte wie einst die Zaren. Er muss sich ständig beweisen. Er hat eindeutig den falschen Weg eingeschlagen und kann nun nicht mehr zurück.
Man muss das verstehen, dann versteht man auch Putins Handlungen.
Wir hören
immer wieder von der "gewaltfreien" Invasion der Russen.
Die ganze Sache hätte wohl anders ausgesehen, wenn die ukrainischen Soldaten nicht von Anfang an den Befehl aus Kiev befolgt hätten, von ihren Waffen keinen Gebrauch zu machen.

Aus Moskau kam zu Beginn der Offensive zur Annektion der Krim die Anfrage an die Kommandanten der Speznaz :"Wieso schiessen die nicht? Habt Ihr sie nicht genügend provoziert?"

Die Ukrainer haben mir bewiesen, dass sie das sind, was ich in ihnen sehe. Ein friedliebendes Volk, dass sich aber durchaus zu verteidigen weiss.

Hier wird es für die momentanen Machthaber im Kreml nicht so einfach werden, wie in Georgien.

Die triumphale Hofhaltung des Zaren im Georgssaal, zum Anlass der "Heim ins Reich" Hohlung der Krim, sehe ich als letzten Abgesang der alten Garde aus Sovietzeiten, die noch in Grossmachtsträumen schwelgt.
Der Kater auf den Krimsekt wird folgen.

Die Geschenke an die Vasallen und Getreuen werden den Hof nicht lange halten können, wenn die Pfründe dazu nicht mehr fliessen.

Der Kommunismus sovietischer Bauart war immer auch russische Hegemonialpolitik und überaus korrupt. Politische Gleichschaltung ergab Gewinn in Form erhöhter Lebensqualität. Selber schuld, wer sich nicht gleichschalten liess und der Führung widersprach.

Diese Zeiten nähern sich einem Ende.
Auch die russische Bevölkerung lässt sich nicht auf Dauer durch die Propaganda der Staatssender täuschen.
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