Mindestens 28 Deutsche bei Busunfall nahe Lyon gestorben

publiziert: Samstag, 17. Mai 2003 / 10:00 Uhr

Lyon - Bei einem Busunfall in Frankreich sind mindestens 28 deutsche Touristen ums Leben gekommen und mindestens 40 verletzt worden. Der Bus verunglückte nach Angaben der Präfektur auf der Autobahn A6, nördlich von Lyon.

Das Unglück ereignete sich in der Nähe von Lyon.
Das Unglück ereignete sich in der Nähe von Lyon.
Nach ersten Erkenntnissen der Polizei war der Bus mit überhöhter Geschwindigkeit gefahren. Andere Fahrzeuge waren nicht in den Unfall verwickelt. Insgesamt waren 78 Personen im Bus, der aus Hannover kam und nach Spanien unterwegs war.

Der Unglücks-Bus kam auf der Höhe der Ausfahrt Dardilly von der Fahrbahn ab, durchbrach die Leitplanken und überschlug sich. Die vorderen Teile des Busses wurden bei dem Unglück vollständig zertrümmert. Die Rettungskräfte lösten weiträumig Krisenalarm aus. Am Unglücksort waren mehr als hundert Feuerwehrleute im Einsatz.

Einer der Fahrer, ein Mann russischer Nationalität, war am Morgen noch in dem Wrack eingeklemmt. Die Staatsanwaltschaft Lyon leitete Ermittlungen ein. Der Polizei-Präfekt und der deutsche Vizekonsul aus Lyon begaben sich an den Unglücksort.

Das deutsche Aussenministerium richtete eine Hotline für Angehörige ein, wie eine Sprecherin des Ministeriums am Samstag erklärte. Über die Zahl der Opfer gebe es weiterhin keine gesicherten Informationen, fügte sie hinzu.

Erst vor knapp zehn Tagen waren in Ungarn 33 Deutsche bei Busunglück ums Leben gekommen. Ihr Bus war auf einem unbeschrankten Bahnübergang von einem Zug erfasst und mitgeschleift worden.

(rr/sda)

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