Mindestens 28 Verletzte bei Erdbeben in Westgriechenland
publiziert: Donnerstag, 14. Aug 2003 / 13:14 Uhr

Patras - Ein Erdbeben hat mitten in der Urlaubssaison den Westen Griechenlands und die ionischen Inseln erschüttert. Dabei wurden mindestens 28 Menschen verletzt, darunter 7 Touristen aus Italien, wie der griechische Zivilschutz mitteilte.

Nach einem ersten Erdstoss folgten zahlreiche Nachbeben.
Nach einem ersten Erdstoss folgten zahlreiche Nachbeben.
Das Beben erreichte nach Angaben des Seismologischen Instituts in Athen die Stärke 6,4 auf der Richterskala. Auch auf der Insel Korfu, in der Hafenstadt Patras und bis zum Süden der Halbinsel Peloponnes sowie in einigen Regionen Athens wurden die Erdstösse registriert. Nach Radioberichten liefen Menschen in Panik auf die Strassen.

An zahlreichen Gebäuden vor allem auf der Insel Lefkas vor der Westküste Griechenlands und in der Region um die westgriechische Hafenstadt Preveza entstanden erhebliche Schäden. Wir raten allen Einwohnern, beschädigten Gebäuden fern zu bleiben, hiess es in einer Erklärung des Seismologischen Instituts von Athen.

Das Zentrum des Bebens lag nach Angaben des Athener Instituts rund 30 Kilometer westlich von Lefkas unter dem Meeresboden. Nach einem ersten Erdstoss folgten zahlreiche Nachbeben. Wir können nicht sagen, ob es sich um das Haupterdbeben handelt, teilte das Institut mit.

Die Lage hat sich mittlerweile etwas beruhigt, sagte der stellvertretende Bürgermeister von Nydri, Alexis Miltos, gegen Mittag im Fernsehen. Bauingenieure sollen in den nächsten Tagen alle Gebäude der Insel auf ihre Sicherheit prüfen, hiess es seitens des Zivilschutzes.

Das Ionische Meer gilt als stark erdbebengefährdete Region in Europa. In dem Meer stossen die europäische und die afrikanische Platte aufeinander. Vor genau 50 Jahren hatte ein Erdbeben der Stärke 7,2 auf der Richterskala die Region erschüttert und Dutzende Menschen in den Tod gerissen.

(bsk/sda)

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