Nigeria

Mindestens drei Tote bei Explosion in Nigeria

publiziert: Sonntag, 25. Mai 2014 / 08:57 Uhr
Im vergangenen Monat hatten im Nordosten Nigerias mutmassliche Boko-Haram-Kämpfer Fussballfans attackiert, die gemeinsam das Champions-League-Viertelfinale besuchten. (Symbolbild)
Im vergangenen Monat hatten im Nordosten Nigerias mutmassliche Boko-Haram-Kämpfer Fussballfans attackiert, die gemeinsam das Champions-League-Viertelfinale besuchten. (Symbolbild)

Jos - Bei einer Explosion in der Stadt Jos im Zentrum Nigerias sind am Samstag mindestens drei Menschen getötet und drei weitere verletzt worden. Bei den Opfern handelt es sich um Fussballfans, die sich das Finale der Champions League anschauten, wie die Polizei mitteilte.

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Berichte über einen Selbstmordanschlag wurden von den Ermittlern zunächst nicht bestätigt. Am Dienstag waren bei einem Doppelanschlag in Jos nach Behördenangaben mindestens 118 Menschen getötet worden. Dutzende weitere Menschen wurden durch die Explosion zweier Autobomben auf einem Marktplatz in der Stadt verletzt.

Jos liegt im Bundesstaat Plateau, an der Schnittstelle zwischen dem christlich geprägten Süden Nigerias und dem muslimischen Norden. In der Vergangenheit gab es dort immer wieder tödliche Auseinandersetzungen.

Hintergrund sind oftmals religiös motivierte Konflikte. Die Extremistengruppe Boko Haram, die im mehrheitlich muslimischen Norden Nigerias für einen islamistischen Staat kämpft, hatte im Juli 2012 ausserhalb von Jos eine Trauergemeinde angegriffen.

Im vergangenen Monat hatten im Nordosten Nigerias mutmassliche Boko-Haram-Kämpfer Fussballfans attackiert, die gemeinsam das Champions-League-Viertelfinale schauten. Zwei Menschen wurden damals getötet.

Neue Angriffe nahe Chibok

Mutmassliche Islamisten der Boko Haram hatten nach Polizeiangaben am Donnerstag erneut Dörfer überfallen und mindestens 28 Menschen getötet. Die Überfälle hätten sich bereits in einer abgelegenen Gegend im Bundesstaat Borno ereignet, erklärten Behörden und Augenzeugen am Samstag.

Die Angreifer hätten Dorfbewohner erschossen und Häuser niedergebrannt. Einer der drei Tatorte habe nahe Chibok gelegen, wo die Boko Haram Mitte April rund 200 Schülerinnen verschleppt hatte. Allein in der Zeit danach sind mindestens 450 Zivilisten von den Extremisten getötet worden.

(asu/sda)

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