Misshandlungen von Kleinkindern nehmen zu

publiziert: Donnerstag, 12. Jan 2006 / 12:18 Uhr

Zürich - Die Kinderschutzgruppe des Kinderspitals Zürich hat im vergangenen Jahr eine deutliche Zunahme schwer misshandelter Säuglinge und Kleinkinder registriert.

Das Durchschnittsalter der misshandelten Kleinkinder und Säuglinge betrug 9 Monate.
Das Durchschnittsalter der misshandelten Kleinkinder und Säuglinge betrug 9 Monate.
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Gegenüber 5 im Vorjahr mussten 2005 13 wegen schweren Verletzungen behandelt werden. Dabei wurden auch lebensbedrohliche Verletzungen festgestellt. Zwei der 13 wegen Misshandlung durch Eltern schwer verletzter Kinder seien 2005 gestorben, teilte die Kinderschutzgruppe und Opferberatungsstelle der Kinderspitals mit.

Das Durchschnittsalter der misshandelten Kleinkinder und Säuglinge betrug 9 Monate, der jüngste behandelte Säugling war erst drei Wochen, das älteste Kleinkind 4 Jahre alt. Betroffen waren zehn Knaben und drei Mädchen.

Bleibende Schäden

Die Schutzgruppe, die im Grossraum Zürich bei Misshandlungen aktiv wird, musste dabei schwerste Verletzungen feststellen: Diese reichten von Hirnschädigungen durch Schütteltrauma (5 Kinder) über Verbrühungen (3 Kinder), Schädelbrüche (2 Kinder), Knochenbrüche, Hirnblutungen bis zu inneren Verletzungen im Bauchraum eines Kleinkindes, das aus dem Fenster geworfen wurde.

Bei den meisten der betroffenen Kleinstkindern muss laut der Kinderschutzgruppe mit bleibenden Schäden gerechnet werden. Alle hätten sich in der Obhut ihrer Eltern befunden, als sie die schweren Verletzungen erlitten. Als Grund der Misshandlungen orten die Fachleute schwere Überforderung der Eltern, die mit ihren Kindern in einen «Teufelskreis» gerieten.

Risikosituationen entschärft

Insgesamt musste sich die Kinderschutzgruppe im letzten Jahr mit 396 Fällen tatsächlicher oder nur vermuteter Misshandlung von Kindern und Jugendlichen im Grossraum Zürich beschäftigen (Vorjahr 458). In 39 Fällen bestand 2005 eine Risikosituation, wo durch geeignete Massnahmen eine Misshandlung erfolgreich verhindert werden konnte.

(ht/sda)

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