Mit Wurststand-Aktionen gegen Schengen

publiziert: Dienstag, 28. Dez 2004 / 15:19 Uhr

Bern - Mit Wurststand-Aktionen in den grösseren Schweizer Städten hat die Unterschriftensammlung für das Schengen-Referendum begonnen.

Das Schengen-Abkommen regelt den Abbau der Grenzkontrollen.
Das Schengen-Abkommen regelt den Abbau der Grenzkontrollen.
Das Aktionskomitee gegen Schengen-/EU-Beitritt stellte die Aktion unter das Motto Die Schweiz ist uns nicht Wurst und verteilte an den Infoständen sinnigerweise Grillbratwürste und Wienerli.

Aktionen fanden in Aarau, Altdorf, Basel, Bern, Brig, Chur, Emmen, Interlaken, Kerns, Lyss, Schaffhausen, St. Gallen, Weinfelden, Wil, Winterthur, Zug und Zürich statt.

Massiver Souveränitätsverlust

Das Komitee ist der Auffassung, dass das Schengen-Abkommen für die Schweiz wegen der Abschaffung der Grenzkontrollen einen gravierenden Sicherheitsverlust darstellt. Mit der Pflicht zur Unterstellung unter EU-Recht erleide die Schweiz einen massiven Souveränitätsverlust, hiess es in einer Mitteilung des Kommitees.

Im Rahmen der Standaktion wurden ebenfalls Unterschriften für das Referendum gegen die Ausweitung der Personenfreizügigkeit nach Osten gesammelt.

Guter Start der Unterschriftensammlung

Die Unterschriftensammlung sei gut angelaufen, sagte SVP-Nationalrat Hans Fehr auf Anfrage. Er schätzt, dass bis zum Ende der Aktionen am Nachmittag mehrere tausend Unterschriften zusammengekommen sein dürften.

Ein Augenschein auf dem Berner Bärenplatz bestätigte diesen Eindruck. In den ersten zwei bis drei Stunden seien gut und gerne 250 Unterschriften zusammengekommen, erklärte SD-Nationalrat Bernhard Hess am Berner Wurststand. Einzig beim Wurstabsatz haperte es in der Bundesstadt etwas.

Dem Aktionskomitee gehören unter anderem die Aktion für eine unabhängige und neutrale Schweiz (AUNS) und die SVP an.

(rp/sda)

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