Mit der Kraft des positiven Denkens

publiziert: Donnerstag, 17. Feb 2005 / 12:49 Uhr / aktualisiert: Donnerstag, 17. Feb 2005 / 13:13 Uhr

Nach einem Timeout reiste Simon Ammann mit vollen Tanks nach Oberstdorf. Seine Zuversicht im Vorfeld der Weltmeisterschaften ist grösser als der aktuelle Leistungsausweis.

Simon Ammann will wieder hoch hinaus.
Simon Ammann will wieder hoch hinaus.
Die Fakten sprechen eine eindeutige Sprache. Simon Ammann schöpft sein Potenzial zu selten aus und lässt jegliche Konstanz vermissen. Ausreisser nach unten kommen seit der phänomenalen Olympia-Saison mit zwei Goldmedaillen in Salt Lake City und dem Weltcupsieg in Oslo weit häufiger vor als solche nach oben.

Und trotzdem: Der 23-jährige Toggenburger scheint nichts von seiner positiven Energie eingebüsst zu haben. Wenn Ammann im Vergleich zu den Tagen des Gold-Rush etwas mehr Ernsthaftigkeit ausstrahlt, dürfte das mit dem natürlichen Reifeprozess eines jungen Athleten zusammenhängen.

Medaille ist ein Traum

Dieser Athlet steht mittlerweile vor seinem fünften Grossanlass. An den dritten Welttitelkämpfen nach Ramsau (1999) und Val di Fiemme (2003) wäre für Ammann die Verbesserung seines bisher besten WM-Resultats bereits ein Achtungserfolg.

Vor zwei Jahren hatte er im Springen von der Normalschanze den 10. Platz belegt. Zu den Aussichten für die Tage in Oberstdorf sagt Ammann: "Eine Medaille wäre sicher ein Traum. Aber primär geht es mir darum, dass ich meine besten Sprünge im Wettkampf bringen kann. Ich habe einiges drauf."

Verpatzte Vierschanzen-Tournee

Dass er im laufenden Winter eine völlig verpatzte Tournee wegstecken musste, immer wieder mit technischen Problemen beim Absprung zu kämpfen hatte, erst zwei Top-Ten-Plätze schaffte und sechs Finals der besten 30 verpasste -- all das sieht Ammann auf die WM bezogen eher als Vorteil.

"Ich habe keine grossartigen Resultate vorzuweisen, stehe deshalb nicht unter Druck und hoffe auf einen Exploit." Ammann setzt darauf, dass das ständige Auf und Ab auch viel Spielraum gegen oben beinhaltet.

Ruhe vor dem Sturm?

Oberstdorf ist ein Synonym für frühe Meilensteine in Ammanns Karriere. Hier sorgte er als 16-Jähriger erstmals für Schlagzeilen (15. Platz 1997), hier schaffte er vor drei Jahren seinen bisher einzigen Podestplatz auf der Vierschanzentournee.

Um einigermassen an die Erfolgserlebnisse anknüpfen zu können, nahm Ammann zuletzt Abstand vom Weltcup-Zirkus. Statt an der neuen Olympia-Schanze in Pragelato Mass zu nehmen, ging er im Toggenburg Skifahren. "Nach dem optimalen Trainingslager in Lillehammer brauchte ich ein freies Wochenende. Aber jetzt kann es losgehen. Es beginnt ein neues Spiel, was im Weltcup war, zählt nicht mehr."

(von Philipp Bärtsch, Oberstdorf/Si)

 
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