Möglicherweise Briefbombenanschlag auf EZB-Chef Trichet vereitelt

publiziert: Montag, 29. Dez 2003 / 19:37 Uhr

Frankfurt - Am Montag ist möglicherweise ein Briefbombenattentat auf den EZB-Chef Jean-Claude Trichet vereitelt worden. Die Polizei teilte mit, eine Briefsendung an Trichet sei in Frankfurt abgefangen worden. Dabei könnte es sich um einen Sprengsatz handeln.

Jean-Claude Trichet steht als Präsident der EZB gefährlich im Rampenlicht.
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Der Brief sei offenbar im italienischen Bologna abgeschickt worden, sagte ein Polizei-Sprecher. An den Finanzmärkten regierten kaum auf die Nachricht. Am Samstag hatte EU-Kommissionspräsident Romano Prodi einen Paktbombenanschlag in seiner Wohnung in Bologna unverletzt überlebt.

Nach Angaben des Polizeisprechers wurde in der Postkontrollstelle der Europäischen Zentralbank (EZB) um 11.20 Uhr ein an Trichet adressierter verdächtiger Brief entdeckt.

Spezialisten des hessischen Landeskriminalamtes untersuchten derzeit die Sendung, sagte der Sprecher. Ein Ergebnis werde es nicht vor Dienstag geben. Die EZB bestätigte lediglich den Eingang eines verdächtigen Briefes, nach dessen Entdeckung sofort die Polizei eingeschaltet worden sei. Weitere Angaben wollte ein EZB-Sprecher nicht machen.

(tr/sda)

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