Mord an Polizisten schockiert Nordirland
publiziert: Dienstag, 10. Mrz 2009 / 07:02 Uhr / aktualisiert: Dienstag, 10. Mrz 2009 / 13:12 Uhr

Belfast - Zwei Tage nach den tödlichen Schüssen auf britische Soldaten in Nordirland ist in der Nacht ein Polizist in der britischen Provinz erschossen worden. Politiker aller Parteien verurteilten den Anschlag.

Ob es sich erneut um einen terroristischen Anschlag handelt, ist unklar.
Ob es sich erneut um einen terroristischen Anschlag handelt, ist unklar.
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Fahnder suchen mit Hochdruck nach den Mördern. Zu dem neuen Attentat bekannte sich bis am Vormittag niemand. Sicherheitskräfte und Politiker befürchten allerdings erneut einen terroristischen Hintergrund.

Der Polizist war wegen eines Notrufs einer Frau in die Nähe einer Schule in Craigavon in der Grafschaft Armagh gefahren. Die Gegend gilt als Hochburg von pro-irischen Katholiken. Diese hatten während des Nordirland-Konflikts eine Abspaltung von Grossbritannien und eine Vereinigung mit der Republik Irland angestrebt.

Der Polizist galt als erfahrener Beamter mit rund 20 Dienstjahren. Es war der erste Mordanschlag auf einen Polizisten in Nordirland seit mehr als einem Jahrzehnt.

Verurteilung durch Sinn Fein

Grossbritanniens Premierminister Gordon Brown verurteilte den Polizistenmord scharf. Es werde kein Zurück zu den alten Zeiten geben, sagte er: «Das sind Mörder, die den politischen Prozess in Nordirland, der den Menschen dient, unterbrechen und zerstören wollen.»

Auch die Sinn-Fein-Partei, lange Zeit der politische Arm der einstigen Terrororganisation IRA, zeigte sich entsetzt. «Das ist ein Anschlag auf den Friedensprozess. Das ist falsch, es ist kontraproduktiv und ich möchte der Familie des Toten mein Beileid aussprechen», sagte der Sinn-Fein-Abgeordnete John O'Dowd.

Am Samstag waren beim schwersten Anschlag seit dem Friedensabkommen für Nordirland von 1998 zwei Soldaten getötet worden. Sie waren vor dem Tor ihrer Kaserne bei Antrim aus einem Auto heraus erschossen worden, als sie eine Pizzalieferung in Empfang nahmen.

Splittergruppe aktiv

Zu dem Anschlag vom Samstag bekannte sich die Splittergruppe «Real IRA», eine Abspaltung der Irisch Republikanischen Armee (IRA). Die 1997 gegründete Gruppe kämpft gewaltsam für ein Ende der britischen Herrschaft und ein vereinigtes Irland.

Im Nordirlandkonflikt zwischen pro-britischen Protestanten und republikanischen Katholiken, die eine Abspaltung von Grossbritannien und eine Vereinigung mit der Republik Irland anstreben, kamen seit den 60er Jahren mehr als 3500 Menschen ums Leben.

(ht/sda)

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