Mord mit Rattengift: Ehefrau verurteilt
publiziert: Dienstag, 28. Nov 2006 / 10:51 Uhr / aktualisiert: Dienstag, 28. Nov 2006 / 11:14 Uhr

Monthey - Das Bezirksgericht Monthey VS hat die brasilianische Ehefrau eines Walliser Schreiners, der im August 2004 an Rattengift verstorben ist, zu 18 Jahren Zuchthaus verurteilt.

Die Frau besteht auf «nicht schuldig».
Die Frau besteht auf «nicht schuldig».
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Sie wurde des Mordes für schuldig befunden. Die Frau hatte die Vergiftung während des Prozesses abgestritten. Ihr Mann habe sich selber vergiftet, um bei ihr Mitleid zu wecken, erklärte sie.

Seine Mandantin bestehe auf nicht schuldig und habe ihn bereits gebeten, gegen das Urteil zu rekurrieren, bestätigte ihr Anwalt Olivier Derivaz einen Bericht der Tageszeitung «Nouvelliste».

Der Anwalt hatte vor Gericht die Untersuchung zum Todesfall kritisiert und das Fehlen eines Beweises herausgestrichen. Die Staatsanwaltschaft dagegen sah den Tatbestand des Mordes erfüllt und forderte 20 Jahre Zuchthaus. Die Frau habe ihrem Mann zwischen März und August Rattengift verabreicht.

Todesursache erst durch Autopsie festgestellt

Der Mann war vor seinem Tod sechsmal ins Spital eingeliefert worden, ohne dass man den Grund für seine gesundheitlichen Beschwerden fand. Erst die Autopsie brachte Klarheit. Die Frau wurde sechs Monate nach dem Tod ihres Mannes festgenommen.

Die seit Ende der neunziger Jahr in der Schweiz lebende Brasilianerin hatte ihren zukünftigen Mann 1998 kennen gelernt, als sie in einem Massagesalon in Bex VD arbeitete. Zwei Jahre später heirateten sie. Vor dem Tod ihres Mannes im August 2004 hatte sich das Paar zerstritten. Der Mann wehrte sich dagegen, dass sie ihn für einen anderen verlassen wollte.

(fest/sda)

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