Moskau trauert nach den Terroranschlägen

publiziert: Dienstag, 30. Mrz 2010 / 08:50 Uhr / aktualisiert: Dienstag, 30. Mrz 2010 / 21:09 Uhr
Rettugsaktion in der Moskauer Metro nach den Anschlägen.
Rettugsaktion in der Moskauer Metro nach den Anschlägen.

Moskau - Nach dem Doppelanschlag in der Moskauer U-Bahn hat Russland der 39 Todesopfer gedacht. In Moskau wehten die Fahnen auf Halbmast, nachdem die Regierung für einen Tag Staatstrauer ausgerufen hatte.

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An den Bahnhöfen Lubjanka und Park Kulturi, die am Vortag Ziele der Selbstmordanschläge geworden waren, legten die Moskowiter Blumen nieder und zündeten Kerzen an.

Nach Angaben der Behörden erlag eine junge Frau ihren schweren Verletzungen, so dass die Zahl der Toten nach den Anschlägen auf 39 stieg. 71 Menschen wurden noch im Spital behandelt, fünf von ihnen befanden sich in einem kritischen Zustand.

Hohe Polizei-Präsenz

Die Polizei-Präsenz an den U-Bahn-Stationen war hoch, die Pendler bestiegen die Züge mit gemischten Gefühlen. Unterdessen lief die Fahndung nach den Hintermännern der Tat auf Hochtouren.

Der russische Präsident Dmitri Medwedew forderte schärfere Gesetze, um Terroranschläge in Zukunft zu verhindern. Das Hauptaugenmerk müsse auf der Verbesserung der Gesetzgebung liegen, sagte Medwedew im staatlichen Fernsehen.

Anti-Terror Gesetze überprüfen

Um Terroranschläge zu verhindern, müsse vor allem die Arbeit mancher Dienste verbessert werden. Auch die Anwendung der bisherigen Anti-Terror-Gesetze müsse überprüft werden.

Zu dem Doppelanschlag bekannte sich bisher niemand. Der Chef des Inlandgeheimdienstes FSB, Alexander Bortnikow, machte jedoch Rebellen aus den Konfliktgebieten im Nordkaukasus verantwortlich.

Freie Hand beim Durchgreifen

Medwedew hatte die Hintermänner am Montagabend als «wilde Bestien» bezeichnet und eine harte Strafverfolgung angekündigt. Er gab den berüchtigten Vertretern der Gewaltapparate, zu denen auch der Inlandgeheimdienst FSB zählt, freie Hand beim Durchgreifen.

Mit der Ernennung Anfang Jahr des neuen Kremlbeauftragten für den Nordkaukasus, Alexander Chloponin, hatte Medwedew einen neuen Kurs eingeschlagen. Der Beamte soll das «Armenhaus» Russlands, wo hohe Arbeitslosigkeit und starke soziale Spannungen herrschen, aus der Krise führen. Auch Ministerpräsident Wladimir Putin kündigte mit harschen Worten die Verfolgung der Hintermänner der Tat an.

(fest/sda)

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