Moskau will Stalin trotz Protesten ehren

Moskaus Bürgermeister will Diktator Stalin ehren

publiziert: Samstag, 13. Mrz 2010 / 21:44 Uhr

Moskau - Moskaus Bürgermeister Juri Luschkow will den Sowjetdiktator Josef Stalin zum 65. Jahrestag des Sieges über den Hitlerfaschismus ungeachtet von Protesten als Kriegshelden würdigen.

Juri Luschkow will Stalin als Stalin als Oberbefehlshaber der Roten Armee im Zweiten Weltkrieg ehren.
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Die umstrittenen Stalin-Plakate dürften wie geplant in der russischen Hauptstadt aufgehängt werden, sagte der 73-Jährige nach Angaben der Agentur Interfax. Zuvor hatte Parlamentspräsident Boris Gryslow den Bürgermeister zur Rücknahme der Erlaubnis aufgefordert.

Luschkow begründete die Genehmigung für den Tag des Sieges am 9. Mai damit, dass Stalin als Oberbefehlshaber der Roten Armee im Zweiten Weltkrieg den Sieg gegen Hitler errungen habe.

«Plakat-Krieg» angekündigt

Menschenrechtler und Historiker hatten einen «Plakat-Krieg» für den Fall eines «neuen Stalin-Kults» angekündigt. Sie wollen den Initiator den blutigen Terrors in der Sowjetunion als «Massenmörder» darstellen, der den Tod von Millionen Menschen verschuldet hat. Sie betonten, dass nicht Stalin, sondern die Bevölkerung Hitler besiegt habe.

Zuletzt bezeichneten auch Präsident Dmitri Medwedew und Regierungschef Wladimir Putin Stalin (1879-1953) als «Verbrecher». Der Umgang mit Stalin spaltet bis heute die russische Gesellschaft.

Absagen befürchtet

Westliche Diplomaten befürchten, dass internationale Staatsgäste ihre Teilnahme an den Moskauer Siegesfeiern absagen könnten, wenn die Behörden die Stalin-Plakate nicht verbieten. Eingeladen ist unter anderem die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel. Luschkow betonte dagegen, dass kein Gericht Stalin verurteilt habe.

Traditionell tragen zwar einzelne Veteranen zu den Maifeiern Stalin-Bilder in der Hand. Allerdings sollen nun auf Wunsch von Veteranenverbänden erstmals grossflächige Bildnisse mit offizieller Erlaubnis aufgehängt werden.

(fest/sda)

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