Mugabe im Parlament ausgebuht
publiziert: Dienstag, 26. Aug 2008 / 19:05 Uhr

Harare - Fünf Monate nach der umstrittenen Wahl hat das simbabwische Parlament seine Arbeit aufgenommen. Trotz ernster Bedenken nahmen auch die Abgeordneten der Oppositionspartei MDC von Morgan Tsvangirai an der konstituierenden Sitzung teil.

Robert Mugabe machte erneut ungenannte ausländische Mächte für die Krise im Land verantwortlich.
Robert Mugabe machte erneut ungenannte ausländische Mächte für die Krise im Land verantwortlich.
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Allerdings machten sie ihrem Unmut gegen die Teilnahme von Präsident Robert Mugabe lautstark Luft. Er wurde ausgebuht, als er betonte, seine Wiederwahl sei im Vorfeld von «vereinzelten und bedauerlichen Fällen politischer Gewalt» begleitet gewesen.

Die Bewegung für Demokratischen Wandel (MDC) macht Mugabes Anhänger für den Tod von mehr als 125 MDC-Mitgliedern seit der Wahl im März verantwortlich. Laut Angaben der Oppositionspartei wurden zudem «unter dem Vorwand politischer Gewalt» drei ihrer Abgeordneten festgenommen.

Bis zuletzt hatte die MDC ihre Teilnahme an der Eröffnung des Parlaments offen gelassen und sich zögerlich gezeigt. Sie wirft Mugabe vor, mit der Parlamentseröffnung gegen ein Abkommen der Gespräche über eine Machtteilung zwischen Mugabes ZANU(PF) und der MDC zu verstossen. Diese Verhandlungen waren vor zwei Wochen ergebnislos abgebrochen worden.

Die MDC hat erstmals seit der Unabhängigkeit des Landes Mugabes ZANU(PF)-Partei die Mehrheit im Parlament abgerungen. Am Vortag hatte die MDC mit der Besetzung des wichtigen Postens des Parlamentspräsidenten zudem einen Überraschungserfolg erzielt.

Während Mugabe erneut ungenannte ausländische Mächte für die Krise im Land verantwortlich machte, gilt seinen Kritikern seine chaotische Landreform sowie sein zunehmend autokratischer Führungsstil als Ursache.

(fest/sda)

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