Mutmasslicher Serienmörder ausgeliefert
publiziert: Montag, 9. Jan 2006 / 15:30 Uhr

Gué-D'Hossus - Unter strengsten Sicherheitsvorkehrungen hat Belgien den teilweise geständigen Serienmörder Michel Fourniret an Frankreich ausgeliefert.

Michel Fourniret wurde unter grössten Sicherheitsvorkehrungen ausgeliefert.
Michel Fourniret wurde unter grössten Sicherheitsvorkehrungen ausgeliefert.
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Der 63-Jährige soll mindestens sieben Mädchen und junge Frauen umgebracht haben.

Fourniret soll in diesem Jahr in Nordfrankreich vor ein Schwurgericht kommen. Er war vor zweieinhalb Jahren nach der missglückten Entführung einer 13-jährigen Belgierin festgenommen worden.

Erst nach massiven Beschuldigungen durch seine Ehefrau Monique Olivier, die ihrem Mann bei seiner «Jagd nach Jungfrauen» geholfen hatte, räumte Fourniret mehrere Morde ein. Seine Frau war bereits im Dezember an Frankreich ausgeliefert worden.

Premiere

Beiden soll in Frankreich der Prozess gemacht werden. Dabei wird auch ein Mord in Belgien mitbehandelt, eine Premiere in der Justizgeschichte beider Länder.

Am Grenzübergang Gué-d´Hossus in den Ardennen wurde Fourniret den französischen Behörden übergeben.

Für seine Auslieferung galt die höchste Sicherheitsstufe, um nicht nur eine eventuelle Flucht, sondern auch mögliche Übergriffe etwa von Angehörigen der Getöteten zu verhindern.

Der Franzose trug eine kugelsichere Weste und eine geschwärzte Skibrille, durch die er nichts sehen konnte.

(rr/sda)

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