Konflikt in Elfenbeinküste
Mutmassliches Massengrab - kein Zutritt für UNO
publiziert: Freitag, 24. Dez 2010 / 22:34 Uhr
Soldaten der UNO.
Soldaten der UNO.

New York - Maskierte Männer mit Raketenwerfern versperren nach Angaben der UNO den Zugang zu einem mutmasslichen Massengrab in der Elfenbeinküste. Bewaffnete Anhänger des bei den Präsidentschaftswahlen unterlegenen Laurent Gbagbo hätten sich vor dem Dorf N'Dotre postiert.

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Dort sollen zahlreiche Menschen begraben sein, wie die UNO am Freitag mitteilte. Bei den gewaltsamen Unruhen nach der Präsidentschaftswahl kamen gemäss UNO-Angaben mindestens 173 Menschen ums Leben, deutlich mehr als bisher angenommen.

Zudem seien mindestens 471 Menschen verhaftet worden und 24 verschwunden, teilte die stellvertretende UNO-Menschenrechtskommissarin Kyung Wha Kang in Genf bei einer ausserordentlichen Sitzung zur Lage in der Elfenbeinküste mit. Demnach sind nach der Stichwahl am 28. November auch 90 Menschen gefoltert worden.

Gbagbos Botschafter verliert Akkreditierung

Die UNO-Vollversammlung anerkannte am Donnerstagabend indirekt den Oppositionskandidaten Alassane Ouattara als Wahlsieger und Präsidenten der Elfenbeinküste. Die 192 UNO-Staaten stellten sich damit zugleich gegen Amtsinhaber Gbagbo, der sich weigert, zurückzutreten.

Outtara wurde am Donnerstag von der Vollversammlung per Resolution bestätigt, indem sein Vorschlag für den Posten des UNO-Botschafters angenommen wurde. Zugleich wurde dem bisherigen Repräsentanten des westafrikanischen Landes bei der UNO, der dem Lager Gbagbos zuzurechnen ist, die Akkreditierung entzogen.

Staatskonten für Gbagbo gesperrt

Die Westafrikanische Zentralbank sperrte Gbagbo den Zugang zu den Staatskonten. Das macht es ihm schwer, die Löhne von Regierungsangestellten und Soldaten zu zahlen. Unterstützer von Ouattara hoffen, dass sich so viele Menschen von Gbagbo abwenden.

Während Ouattara international als Sieger der Präsidentschaftswahl anerkannt wurde, kontrolliert Gbagbo noch immer die Sicherheitskräfte. Das ebenfalls von ihm kontrollierte Staatsfernsehen ist ausserhalb von Abidjan aber kaum noch zu empfangen.

(bert/sda)

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