Mydoom verursacht weniger Schaden als vermutet

publiziert: Freitag, 6. Feb 2004 / 16:34 Uhr / aktualisiert: Samstag, 7. Feb 2004 / 09:07 Uhr

Der Schaden, den die Computer-Würmer Mydoom.A und Mydoom.B bei ihrem Zug durch das Internet hinterlassen haben, wird voraussichtlich weitaus geringer ausfallen, als zunächst befürchtet wurde. Dies berichtet das Handelsblatt auf seinem Online-Portal.

Computer mit "Firewall" sind vor den Folgen des Virus "Mydoom" einigermassen sicher.
Computer mit "Firewall" sind vor den Folgen des Virus "Mydoom" einigermassen sicher.
Zeitweise aufkommende Befürchtungen, dass Mydoom die zivile Flugüberwachung oder die Stromversorgung in Teilen der Welt lahm legen könnte, bestätigten sich nicht. Entsprechend gelten Schätzungen von Schäden über 25 Milliarden Franken als überzogen.

Gegenüber der Zeitung sagte John Pescatore, Bereichsleiter für Internetsicherheit bei der Beratungsfirma Gartner: "Der Sobig-Wurm hat etwa 62 Millionen Franken für verlorene Produktivität und seine Beseitigung gekostet. Die Kosten für Mydoom sind etwa fünf Mal so hoch.“

Während die Ursprungsversion von Mydoom die Webseite von SCO über Tage offline setzte, konnte Microsoft dem Angriff der B-Variante erfolgreich ausweichen. Nun müssen allerdings noch die infizierten Rechner gesäubert werden, denn so lange der Schädling auf den PCs gespeichert ist, können Angreifer jederzeit auf diese Computer zugreifen.

Laut Handelsblat ist die Entfernung des Computerwurms allerdings nicht so einfach. Der Wurm verhindere, dass der Nutzer die Internetseiten der meisten Hersteller von AntiVirus-Software aufrufen kann, um den Virenschutz zu aktualisieren, beziehungsweise ein Entfernungstool auf den Rechner zu laden. Die Experten von Network Associates schätzen, dass bis zu eine Million Computer von Mydoom.A infiziert wurden.

Nach Angaben von Jimmy Kuo, Sicherheitsexperte bei Network Associates, sorgte ein Programmierfehler dafür, dass Mydoom.B viel schwächer war als der ursprüngliche Wurm. Microsoft wurde von nur etwa 700 Rechnern angegriffen, SCO attackierten dagegen etwa 50'000 Computer.

"Mydoom und die Variante Mydoom.B zeigen, dass Computernutzer sich nicht mehr ausschliesslich auf Virenschutzlösungen verlassen, sondern unbedingt auch eine Firewall installieren sollten", sagte Olaf Lindner von Symantec gegenüber dem Handelsblatt.

Nur eine Firewall kann verhindern, dass ein Schädling, der sich auf dem Rechner eingenistet hat, eine Hintertür öffnet. In Zusammenarbeit mit Microsoft bietet Nework Associates ein solches Programm, das normalerweise 49,95 Dollar kostet, zum kostenfreien Download an.

(tr/news.ch mit Agenturen)

.
Digitaler Strukturwandel  Nach über 16 Jahren hat sich news.ch entschlossen, den Titel in seiner jetzigen Form einzustellen. Damit endet eine Ära medialer Pionierarbeit. mehr lesen 21
Die Angriffe auf KMU werden im kommenden Jahr ebenso zunehmen, wie die auf Städte und Gemeinden.
Die Angriffe auf KMU werden im ...
Konzentration auf Ransomware begünstigt Angriffe auf weniger geschützte Bereiche  Jena - Wenn die Kassen in Elektro-Flächenmärkten nicht mehr klingeln, im Strassenverkehrsamt keine Kfz zugelassen werden können oder Kliniken neue Patienten abweisen müssen - dann ist in der Regel ein Virus schuld. Dieser heisst jedoch nicht Corona, sondern beispielsweise Ransomware und verbreitet sich digital so schnell wie die Omikron-Variante. mehr lesen 
Spyware der israelischen Firma Candiru im Fokus der Ermittlungen  Jena - Die Forscher des europäischen IT-Sicherheitsherstellers ESET haben strategische Angriffe auf die Webseiten von Medien, Regierungen, Internet-Service-Providern und Luftfahrt- und Rüstungsunternehmen aufgedeckt. Im Fokus stehen nach aktuellen Erkenntnissen Organisationen in Ländern des Nahen Ostens bzw. mit Verbindungen dorthin. mehr lesen  
Bern - Kriminellen Hackern ist es mutmasslich gelungen, eine Liste mit Namen von bis zu 130'000 Unternehmen zu entwenden, welche über die Plattform EasyGov im Jahr 2020 einen Covid-19-Kredit beantragt hatten. Weitere Daten ausser den Firmennamen wurden nach heutiger Erkenntnis nicht gestohlen. Das SECO, als Betreiberin von Easy-Gov, hat Sofortmassnahmen ergriffen und eine Untersuchung eingeleitet. mehr lesen  
Das Hauptangriffsziel für Cyber-Kriminelle bleibt weiterhin das E-Mail-Postfach ahnungsloser Nutzer oder Unternehmen. Der IT-Security-Anbieter Trend Micro hat allein im ersten Halbjahr 2021 fast 41 ... mehr lesen
Homeoffice in der Pandemie begünstigte die Verbreitung von Malware.
Titel Forum Teaser
  • paparazzaphotography aus Muttenz 1
    Foto Sanatorio Liebes news.ch Team, es ist für mich eine Ehre dass sie mein Foto des ... Di, 03.01.17 22:12
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Motor hinten oder vorne war dem Tram in Basel völlig egal! Ob ein Auto über- oder untersteuert, ist nicht von der Lage des Motors ... Mi, 01.06.16 10:54
  • Mashiach aus Basel 57
    Wo bleibt das gute Beispiel? Anstatt sichere, ÜBERSTEUERNDE Heckmotorwagen zu fahren, fahren sie ... Mo, 30.05.16 11:56
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3945
    Zugang "Das sunnitische Saudi-Arabien, das auch im Jemen-Konflikt verstrickt ... So, 29.05.16 22:06
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3945
    Pink Phanter-Bande? Am 25. 7. 2013 hat eine Befreiung von Pink Panther-Mitglied Milan ... So, 29.05.16 15:38
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    ja, weshalb sollte man solches tun? Ist doch krank, Gott zu beschimpfen! Das hat etwas, ... So, 29.05.16 12:12
  • Gargamel aus Galmiz 10
    Warum sollte man überhaupt den Glauben an Gott beschimpfen oder verspotteten? Wie krank ... So, 29.05.16 10:11
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Wir sind ja alle so anders als diese "Flüchtlinge". Warum sind auch nicht alle so edel, wie ... Sa, 28.05.16 20:25
Unglücksfälle Zorn über Tötung von Gorilla in US-Zoo Cincinnati - Die Tötung eines Gorillas im Zoo der ...
 
Stellenmarkt.ch
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
Heute Mi Do
Zürich 5°C 17°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig sonnig
Basel 7°C 19°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig recht sonnig
St. Gallen 7°C 16°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig sonnig
Bern 10°C 18°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig sonnig
Luzern 10°C 18°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig recht sonnig
Genf 13°C 20°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig recht sonnig
Lugano 12°C 21°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig freundlich recht sonnig
mehr Wetter von über 8 Millionen Orten