NGO: Fünf Naturvölkern droht Ausrottung
publiziert: Freitag, 29. Mai 2009 / 08:18 Uhr

Berlin - In Lateinamerika droht nach Angaben der Menschenrechtsorganisation Survival International fünf Naturvölkern die Ausrottung. Die kleinen Indio-Völker in Brasilien, Peru und Paraguay würden von Holzfällern, Viehzüchtern, Ölfirmen, Siedlern, Wilderern und Goldgräbern in ihrer Existenz bedroht.

Indigene besitzen keine Abwehrstoffe gegen gewisse Krankheiten.
Indigene besitzen keine Abwehrstoffe gegen gewisse Krankheiten.
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Dies sagte Survival- Sprecher Raphael Göbel in Berlin. Von den rund 100 Naturvölkern weltweit, die keinen Kontakt zur Aussenwelt pflegten, sei ihr Überleben am meisten gefährdet. Die Organisation forderte ausgewiesene Schutzgebiete für diese Indios.

Zu den bedrohten Naturvölkern zählt die Hilfsorganisation die Awá und die Rio Pardo-Indios in Brasilien, die Napo-Tigre und Envia River-Indios in Peru und das Volk der Ayoreo-Totobiegosode in Paraguay.

Die Naturvölker mit weniger als 100 Mitgliedern, die sich zumeist als Halbnomaden aus der Natur ernähren, meiden den Kontakt zu anderen Menschen nicht allein aus Überzeugung. Plötzliche Begegnungen können für sie tödlich enden: Ihr Immunsystem hat keine Abwehrstoffe gegen Krankheiten wie Windpocken, Masern oder Grippe.

1996 starb im Amazonasgebiet die Hälfte eines Indiostammes nach dem Kontakt mit Holzfällern, die in ihrem Gebiet illegal Mahagonibäume gerodet hatten. Survival International engagiert sich seit 40 Jahren in der Öffentlichkeit für die Rechte von Naturvölkern.

(ht/sda)

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