NGOs fordern bei WTO mehr Subventiosabbau
publiziert: Sonntag, 14. Sep 2003 / 07:56 Uhr

Cancún - Die EU und die USA haben das Ziel der Doha-Runde vergessen, Subventionen abzubauen. Das erklärte die Hilfsorganisation Oxfam in Cancún nach der Vorlage des neusten Entwurfs für die Schlusserklärung der WTO-Ministerkonferenz.

Trotz der Mitsprache der NGOs kam es auch gestern wieder zu heftigen Protesten.
Trotz der Mitsprache der NGOs kam es auch gestern wieder zu heftigen Protesten.
Der Text ist die Grundlage für die Detailverhandlungen an der Ministerkonferenz der Welthandelsorganisation (WTO) im mexikanischen Badeort.

Gemäss dem Text würden Subventionen der Landwirtschaft nur von einem Bereich in den andern geschoben, kritisierte Oxfam. Das ermögliche weiterhin Subventionen in derselben Höhe wie bisher für Mais in den USA und für Getreide in der EU.

Wenn die USA und die EU die Meinung der grossen Mehrheit der Mitglieder der WTO und der Weltbevölkerung ignorieren, gefährden sie die Doha-Runde, erklärte die Organisation. 21 Entwicklungsländer forderten einen vollständigen Abbau von Exportsubventionen und starke Reduktionen bei den internen Beihilfen.

Der Textabschnitt über den von vier westafrikanischen Ländern verlangten Abbau von Subventionen für die Baumwollproduktion in den USA und der EU, sei ein Schlag ins Gesicht der vier Staaten (Benin, Burkina Faso, Mali und Tschad), hiess es weiter. Die vier Länder werden unter anderem aufgefordert, ihre Produktion zu diversifizieren.

Oxfam kritisierte zudem, beim Zollabbau für Industrieprodukte seien keine unterschiedlichen Höhen der Reduktion für Entwicklungsländer vorgesehen. Das hätte schwerwiegende Auswirkungen auf das Einkommen in diesen Ländern.

Die Nichtregierungsorganisation Friends of the Earth kritisierte, die USA und die EU würden den Interessen der Konzerne Vorrang geben vor den Bedürfnissen und Forderungen der Entwicklungsländer.

So umfasse der Textentwurf alle vier Singapur-Themen, obwohl sich 75 Entwicklungsländer dagegen ausgesprochen hätten, Verhandlungen dazu aufzunehmen. Die vier neuen Themen sind Handelserleichterungen, Wettbewerbspolitik, Investitionen und Transparenz im Beschaffungswesen.

(rr/sda)

.
Digitaler Strukturwandel  Nach über 16 Jahren hat sich news.ch entschlossen, den Titel in seiner jetzigen Form einzustellen. Damit endet eine Ära medialer Pionierarbeit. mehr lesen 21
Griechenland, Lesbos, 9.September 2020: Flüchtlinge nach dem Feuer im Camp Moria.
Griechenland, Lesbos, 9.September 2020: Flüchtlinge ...
Fotografie Ärzte ohne Grenzen und Magnum: 50 Jahre im Einsatz  2021 markierte das 50-jährige Bestehen von Ärzte ohne Grenzen/Médecins Sans Fronitères (MSF). Die Photobastei Zürich nimmt dieses Jubiläum zum Anlass, um in einer Fotoausstellung gemeinsam mit der internationalen Fotoagentur Magnum auf 50 Jahre medizinische Nothilfe in Krisen- und Kriegsgebieten zurückzublicken. mehr lesen  
Publinews Die Gründe, sich ein Haustier zuzulegen, sind vielfältig. So möchten manche Menschen, die Einsamkeit verspüren, sich damit ... mehr lesen  
Man sollte sich ein Haustier nie überstürzt zulegen, auch wenn es noch so niedlich ist.
Chris Donovans Beitrag zur «World Press Photo Story of the Year».
Fotografie Vom 26. August bis 3. Oktober 2021 zeigt das IPFO Haus der Fotografie in Olten die Gewinner des World Press Photo Contest 2021 exklusiv in der ... mehr lesen  
Wissenschaftler des Computer Science and Artificial Intelligence Laboratory (CSAIL) des MIT haben kürzlich einen neuen Algorithmus entwickelt, der einem Roboter hilft, effiziente Bewegungspläne zu finden, um die ... mehr lesen
Titel Forum Teaser
 
Stellenmarkt.ch
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
Heute Sa So
Zürich 10°C 23°C freundlichleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wechselnd bewölkt wolkig, aber kaum Regen
Basel 12°C 24°C freundlichleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig freundlich freundlich
St. Gallen 10°C 21°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wolkig, aber kaum Regen wolkig, aber kaum Regen
Bern 10°C 24°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig freundlich freundlich
Luzern 10°C 23°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wolkig, aber kaum Regen wolkig, aber kaum Regen
Genf 10°C 26°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig recht sonnig
Lugano 17°C 28°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig vereinzelte Gewitter wechselnd bewölkt, Regen
mehr Wetter von über 8 Millionen Orten