Nadia Styger überzeugt als Fünfte
publiziert: Montag, 5. Dez 2005 / 07:40 Uhr / aktualisiert: Montag, 5. Dez 2005 / 08:27 Uhr

Auch im ersten Weltcup-Super-G der Saison konnte zumindest eine Schweizerin brillieren: Nadia Styger belegte in Lake Louise Platz 5.

Nadia Styger belegte den guten fünften Platz.
Nadia Styger belegte den guten fünften Platz.
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Einen dreifachen Erfolg feierten die Österreicherinnen, angeführt von Alexandra Meissnitzer.

Nadia Styger meinte zwar hinterher, eine ganz optimale Leistung habe sie nicht gebracht. «Die richtige Mischung zwischen Angriff und Dosierung fand ich erneut nicht, aber wenn ich mit dieser Leistung Fünfte werden kann, ist das gleichwohl sehr gut.» Im letzten Winter hatte sich nie eine Schweizerin in den Top 10 klassieren können. Sylviane Berthod hatte im Vorwinter als Elfte in San Sicario das beste Ergebnis in dieser Disziplin herausgefahren.

Für die knapp 27-jährige Innerschweizerin war der 2. Rang von Sylviane Berthod in der Abfahrt Motivation genug gewesen: «Selten habe ich mich über ein starkes Resultat einer Teamkollegin so gefreut. Denn ich wusste, was Sylviane kann, das sollte auch für mich möglich sein.»

In der Abfahrt hatte sie sich in den Gleitpassagen noch etwas schwer getan, aber im Super-G ging es schon viel besser. In dieser Disziplin war Nadia Styger in ihrer gesamten Karriere erst einmal besser: Im März 2004, als sie beim Saison-Finale in Sestriere gewann.

Sylviane Berthod fand sich im Super-G weit weniger gut zurecht als tags zuvor. «In der Abfahrt kann ich mich im Training langsam herantasten. Im Super-G dagegen habe ich noch etwas Mühe, auf den Punkt genau alles zu geben», erklärte die Walliserin. Als 23. errang sie immerhin noch ein paar Weltcuppunkte, wie auch Catherine Borghi (29.)

Alexandra Meissnitzer versöhnte sich mit Lake Louise

Ganz gross abräumen konnten die Österreicherinnen, die in den Abfahrten von Lake Louise zwar ein weiteres Mal sieglos blieben, im Super-G gleich das ganze Podium für sich beanspruchten. Der Sieg ging an die 32-jährige Alexandra Meissnitzer, die zu Lake Louise ein spezielles Verhältnis hat. Hier verletzte sie sich - als Gesamt-Weltcupsiegerin des Vorwinters angereist - im November 1999 bei einem Sturz im Super-G-Training schwer. Im linken Knie riss das vordere Kreuzband, zudem zog sie sich eine Kapselverletzung und einen Knorpelschaden zu. Danach sollte es mehr als vier Jahre dauern, bis sie wieder zum Siegen zurück fand.

«Jetzt habe ich dieses Erlebnis wohl endgültig überwunden», freute sich die Salzburgerin im Ziel. «In früheren Jahren bin ich immer mit einem mulmigen Gefühl nach Lake Louise gereist, aber diesmal habe ich kaum mehr an den Sturz von damals gedacht.» Seit ihrem Schuhwechsel im Sommer fährt Alexandra Meissnitzer nahezu wieder so gut wie einst.

In der Abfahrt hatte sie die Ränge 3 und 4 belegt, nun reichte es zum ganz grossen Erfolg, dem 14. in ihrer Karriere und dem 7. in der Sparte Super-G. Um 10 Hundertstel konnte sie Andrea Fischbacher, die Junioren-Weltmeisterin im Super-G, hinter sich lassen. Die 20-Jährige schaffte es erstmals in ihrer noch jungen Laufbahn aufs Weltcup-Podest. Kein Wunder: Sie kommt aus der Nähe von Flachau und ist weit entfernt mit Hermann Maier verwandt.

Michaela Dorfmeister, die Weltcup-Super-G-Gesamtsiegerin des Vorjahres, komplettierte als Dritte den rot-weiss-roten Triumph. Die Niederösterreichin schaffte es damit in Lake Louise zum dritten Mal aufs Podium. Zweite war sie am Freitag geworden, Dritte am Samstag.

Rangliste Super-G
1. Alexandra Meissnitzer (Ö) 1:21,73. 2. Andrea Fischbacher (Ö) 0,10 zurück. 3. Michaela Dorfmeister (Ö) 0,83. 4. Martina Ertl (De) 0,92. 5. Nadia Styger (Sz) 1,16. 6. Lindsey Kildow (USA) 1,36. 7. Kirsten Clark (USA) 1,39. 8. Marlies Schild (Ö) 1,47. 9. Elisabeth Görgl (Ö) 1,50. 10. Libby Ludlow (USA) 1,62. - Ferner: 22. Sylviane Berthod 1,99. 32. Fränzi Aufdenblatten 2,76. - Ausgeschieden: Petra Haltmayr (De), Renate Götschl (Ö), Carmen Casanova (Sz).

(Werner Eisenring, Lake Louise/Si)

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