Nati-Test in Basel: Köbis zweiter Neustart gegen Österreich

publiziert: Montag, 19. Aug 2002 / 15:43 Uhr / aktualisiert: Montag, 19. Aug 2002 / 17:29 Uhr

Basel - Vor einem Jahr und einer Woche debütierte Köbi Kuhn mit dem 2:1-Sieg gegen Österreich in Wien als Schweizer Nationalcoach. Der letzte Test vor dem Start zur EM-Qualifikation gegen Georgien führt die Schweiz wieder mit dem gemeinsamen EM-Bewerber zusammen.

Naticoach Köbi Kuhn (hier mit seinem alten Natipartner Karl Odermatt) testet in Basel gegen Österreich.
Naticoach Köbi Kuhn (hier mit seinem alten Natipartner Karl Odermatt) testet in Basel gegen Österreich.
Das 38. sportliche Duell zwischen den beiden Alpenländern am Mittwochabend um 20.30 Uhr im Basler St.Jakob-Stadion fällt mitten in die Reise der UEFA-Inspektoren in die beiden Kandidaten-Länder. Die Schweiz und Österreich wollen daher nicht nur ein sportlich hochstehendes und friedliches Spiel auf dem Rasen zeigen, sondern sich dem EM-Gremium gemeinsam als würdige Veranstalter der Euro 2008 empfehlen.


Zeit des Pröbelns vorbei

Für den zweiten Neustart hat Köbi Kuhn sein Kader verändert. Trotz des Bestrebens, das Team zu verjüngen, holte er nach Stéphane Henchoz auch Stéphane Chapuisat (33) zurück. Die beiden hatten nach dem Fiasko im WM-Qualifikationsspiel im vergangenen Herbst gegen Jugoslawien (1:2) gegen den Coach rebelliert. «Auf seine Erfahrung greife ich gerne zurück. Die Schweiz hat wenig gute und abschlussstarke Stürmer. Und Chapuisat ist in Form. Er trifft auch bei YB», begründete Kuhn die Rückkehr des 84-fachen Internationalen, der seinen Posten vor einem Jahr verärgert über seine Nichtnomination und die mangelnde Kommunikation jüngeren Stürmern überlassen wollte.

«Das Pröbeln ist vorbei. Jetzt muss sich die Gruppe präsentieren, die sich als Einheit am besten versteht. Wer sich schont und seine Kräfte nicht 100-prozentig in den Dienst des Kollektivs stellt, hat bei uns nichts verloren», drückte sich Kuhn unmissverständlich aus. «Die WM hat gezeigt, dass nur bedingungsloser und risikovoller Einsatz in einer harmonischen Gruppe zum Ziel führt».

Kuhn verzichtet auf Leute wie Lonfat, Lombardo, Mazzarelli, Berner, Quentin, Pascolo, Sesa, Sforza, Di Jorio, Comisetti, den verletzten Zwyssig und die nach langen Spielpausen noch nicht wieder einsatzbereiten Zellweger und Thurre. Sie alle kamen unter der Verantwortung des 59-jährigen Zürchers in mindestens einem von acht Spielen zum Einsatz.

Im Jahr 1 unter Kuhn kam die Schweiz mit vier Niederlagen (1:2 gegen Jugoslawien, 0:4 in Russland, 1:1 und 2:4 im Penaltyschiessen gegen Zypern und 1:3 gegen Kanada), dem Remis in Schweden (1:1) sowie drei Siegen (2:1 in Österreich, 3:0 in Luxemburg und 2:1 gegen Ungarn in Zypern) spielerisch nicht weiter. Der Mannschaft fehlt weiterhin das Gesicht.

Der Coach hat deshalb die zweite Konsequenz gezogen und setzt fortan verstärkt auf junge, entwicklungsfähige Kräfte. Zu den bereits integrierten Ricardo Cabanas, Ludovic Magnin und Alex Frei (5 Tore in 10 Länderspielen) erhielten die U21-Halbfinalisten Remo Meyer (1860 München) und Stéphan Keller (Zürich) ihr erstes Aufgebot.


Bereit zu variablem System

Mit den neuen Leuten drängt sich eine leichte Systemänderung auf. «Ich bin nicht stur», betont Kuhn. «Mein Team stelle ich auf Grund der vorhandenen Fähigkeiten zusammen». Das könnte heissen, dass der Nationalcoach weiter auf eine Viererabwehrkette baut, in der wohl Patrick Müller den angeschlagenen Murat Yakin (Adduktorenprobleme) ersetzt. Abwehrchef bleibt Stéphane Henchoz von Liverpool.

Im Mittelfeld ist Kuhn zum Versuch mit einer rhombusartigen Verschiebung wie beim FC Basel bereit. Hakan Yakin dürfte daher als «hängende Spitze» und Johann Vogel als «Staubsauger» vor der Abwehr agieren. Der Genfer vom PSV Eindhoven wird in Basel sein 50. Länderspiel bestreiten. Vogel und Hakan Yakin werden wohl durch den GC-Antreiber Ricardo Cabanas und Fabio Celestini flankiert; Celestini gab bei Marseille einen gelungenen Einstand und wurde nach dem 1:1 gegen Lyon als «Mann des Spiels» besonders geehrt. Neben Rückkehrer Chapuisat ist Alex Frei Fixstarter. Im Tor hat Kuhn die Qual der Wahl. Pascal Zuberbühler (Basel) ist weiter in Hochform, der erfahrene Jörg Stiel (Mönchengladbach) als Captain eine Persönlichkeit und als Leaderfigur wichtig.


Österreich ebenfalls im Umbruch

Während sich die Schweiz in der EM-Ausscheidung 2004 mit Georgien (8. September in Basel), Albanien, Irland und Russland misst, nimmt Österreich gegen Tschechien, Holland, Weissrussland und Startgegner Moldawien einen neuen Anlauf. Trainer Hans Krankl verfügt in Basel nicht über sein stärkstes Team. Der Rekord- Internationale Andreas Herzog (96 Länderspiele) ist ausser Form, Stranzl, Brunmayr sowie Haas fallen verletzungsbedingt aus und Vastic wird die weite Reise aus Japan nicht zugemutet. So wurden Neulinge wie Volkan Kahraman vom überraschenden Aufsteiger Pasching, Michael Wagner von Austria Wien oder Roland Kollmann vom Grazer AK aufgeboten.

Zuletzt hat Österreich im Mai in Leverkusen gegen Deutschland 2:6 verloren, das letzte Duell in der Schweiz aber 4:2 gewonnen. Im Frühjahr 1999 wurde der Mannschaft von Gilbert Gress in St. Gallen eine Lektion punkto Effizienz erteilt. Herzog überragte damals als Doppeltorschütze.

(von Peter Wyrsch, Basel/sda)

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