Nationalräte besuchen Hirschhorn-Ausstellung
publiziert: Sonntag, 12. Dez 2004 / 12:30 Uhr

Paris/Bern - Vor der Debatte über das Bundesbudget haben drei Westschweizer Parlamentarier die umstrittene Ausstellung von Thomas Hirschhorn in Paris besucht. Ihr Urteil über die Ausstellung änderte sich nach dem Ortstermin nicht.

Die Nationalräte beurteilten die Ausstellung von Thomas Hirschhorn (Bild) unterschiedlich.
Die Nationalräte beurteilten die Ausstellung von Thomas Hirschhorn (Bild) unterschiedlich.
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Auf Einladung der Westschweizer Zeitung Matin Dimanche reisten die Politiker zum Pariser Centre Culturel Suisse (CCSP). Dort ist seit einer Woche die Ausstellung Swiss-swiss democracy zu sehen, die im Ständerat für Diskussionen sorgte.

Die kleine Kammer will das Budget der Kulturstiftung Pro Helvetia - sie hat Hirschhorns Werk finanziert - um eine Million Franken kürzen. Der Nationalrat debattiert darüber voraussichtlich am Montag. Der Freiburger CVP-Nationalrat Dominique de Buman zumindest will Pro Helvetia vom Rotstift verschonen.

Unterschiedliche Eindrücke

Er entdecke in der Ausstellung nichts, was ihm ein Dorn im Auge sein könne, sagte er in Paris gegenüber der Nachrichtenagentur sda. Den Entscheid des Ständerates findet er unbegründet. Skandalöses mache er in der Ausstellung nicht aus, sagte der Politiker, dessen Partei zu den heftigsten Kritikerinnen der Pro Helvetia zählt.

Auch für Géraldine Savary (SP/VD) gibt es weder in der Ausstellung noch in der gezeigten Tell-Adaption etwas, das eine Polemik auslösen könnte. Für sie zeige die Ausstellung interessante Perspektiven. Zudem gelte es, die Freiheit des Kulturschaffens zu garantieren, sagte sie.

Aus Sicht des Waadtländer SVP-Nationalrats Jean Fattebert hat das Ganze nichts mit Kunst zu tun: Ein 15-jähriger Bube hätte das auch fertig gebracht, sagte er. Er sei bereit, der Pro Helvetia die vom Ständerat gestrichene Million zu lassen - wenn man ihr dafür die 33 restlichen Millionen streiche.

(sl/sda)

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