Nationalrat befasst sich mit Kinderkrippen
publiziert: Montag, 14. Jun 2010 / 18:13 Uhr
Grundsätzlich hat der Nationalrat nichts gegen KInderkrippen - es geht um Detailfragen.
Grundsätzlich hat der Nationalrat nichts gegen KInderkrippen - es geht um Detailfragen.

Bern - Der Nationalrat hat sich am Nachmittag mit der Frage befasst, ob der Bund das Impulsprogramm für Kinderkrippen verlängern soll. Im Grundsatz stellte er sich nicht dagegen: Er hat die Detailberatungen aufgenommen.

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Der Rat beschloss mit 116 zu 60 Stimmen bei 5 Enthaltungen, auf die Vorlage einzutreten. Die Verlängerung des Impulsprogramms könnte allerdings immer noch am Kredit scheitern und am Ende abgelehnt werden.

In der Eintretensdebatte wurde deutlich, dass das Krippenprogramm vor allem der SVP ein Dorn im Auge ist. «Einmal mehr» werde grosszügig Geld ausgegeben, kritisierte Marcel Scherer (SVP/ZG). Der neue Innenminister Didier Burkhalter enttäusche alle, die gedacht hätten, nun würden Kosten gespart.

SVP: Nicht im Interesse der Kinder

Yvette Estermann (SVP/LU) stellte sich generell gegen Kinderkrippen. Externe Kinderbetreuung sei nicht im Interesse der Kinder, argumentierte sie.

Für das Programm sprach sich die Linke aus. Es gehe nicht zuletzt um die Gleichstellung von Frau und Mann, und externe Kinderbetreuung sei wichtig für die Wirtschaft, hiess es von Seiten der SP und der Grünen.

Jacqueline Fehr (SP/ZH) wies darauf hin, dass dank des Impulsprogramms Zehntausende von Krippenplätzen geschaffen wurden. Kein anderes Förderprogramm des Bundes sei je so erfolgreich gewesen.

Frage der Kosten

«Um das geht es nicht», entgegnete Pierre Triponez (FDP/BE). Die Frage sei, wer das Ganze bezahle. Wenn der Bund bezahlen müsse, sei seine Begeisterung nicht so gross. Triponez erinnerte daran, dass das Programm ursprünglich für vier Jahre geplant war.

Der Rat befasst sich nun mit den Details der Vorlage. Die vorberatende Kommission sprach sich dafür, das Programm mit 200 Millionen Franken zu finanzieren. Der Bundesrat hatte nur 80 Millionen einsetzen wollen.

Der Bund unterstützt die Schaffung von Betreuungsplätzen seit 2003. Mit seiner Hilfe konnten bisher über 25'000 neue Plätze geschaffen werden. Wenn das aktuelle Programm im Januar 2011 ausläuft, werden es 33'000 sein.

(fest/sda)

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Geld für Mütter
Wie wir wissen, gibt es viele Familien in der Schweiz, bei denen das Einkommen des einen Ehepartners nicht ausreicht, um über die Runden zu kommen. Da muss eben die Frau auch noch mitarbeiten. Ich bin der Meinung, dass viele spätere Probleme in Elternhaus und Schule verhindert werden könnten, wenn die Kinder durch die Mütter und nicht fremdbetreut werden.

Das Geld, das ein Krippenplatz kostet, sollte den Müttern/Vätern ausbezahlt werden. Dann könnten sie bei den Kindern bleiben.

Sicherlich ist dies nicht modern und viele mögen denken, der möchte die Frauen wieder in veraltenden und Frauen verachtende Strukturen zurückversetzen. Dies ist sicherlich icht der Fall. Aber ich erlebe jeden Tag, wie es in Schulen zugeht und wie der Wertezerfall voranschreitet. Spätestens wenn das Bad ausgeleert ist kommte die Schule und fordert die Eltern auf, nach dem Rechten zu sehen und dem Filius Manieren beizubringen. Ich selbst habe fünf Kinder und mir muss niemand kommen von wegen Fremdbetreuung fördere die Sozialkompetenz und das Zusammensein mit anderen Kindern. Ich weiss, es sprechen heute 1000 Gründe gegen meine Einstellung und dennoch behaupte ich, das die Moderne auch nicht alles ist und ein Kind in die Betreuung der Familie gehört.
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