Netzbetreiber fordern Maut für Datendienste

publiziert: Freitag, 31. Mrz 2006 / 16:33 Uhr / aktualisiert: Sonntag, 2. Apr 2006 / 21:31 Uhr

In den USA diskutieren Telekommunikations- und Kabelnetzbetreiber sowie Politiker einen neuen Entwurf des Telekommunikationsgesetzes, der das Internet entscheidend verändern könnte.

Die Diensteanbieter pochen auf die Netzwerkneutralität des Internets.
Die Diensteanbieter pochen auf die Netzwerkneutralität des Internets.
Die neue Fassung des 1996 formulierten Telekommunikationsgesetzes sieht vor, dass die Netzbetreiber künftig Diensteanbieter für das Versenden von datenintensiven Inhalten wie etwa Filmen oder Fernsehen zur Kasse bitten dürfen.

Wie heute die Financial Times Deutschland (FTD) berichtet, pochen die Diensteanbieter auf die im TK-Gesetz festgeschriebene Netzwerkneutralität des Internets, die Netzbetreiber müssten daher die gleichberechtigte Durchleitung jeglicher Art von Kommunikation gewährleisten.

Die Netzbetreiber dagegen wollen die hohen Investitionskosten für den Ausbau ihrer schnellen Glasfasernetze durch zusätzliche Durchleitungsentgelte wieder reinholen.

Grosse Firmen dagegen

Zu den Gegnern zusätzlicher Netztarife zählen Unternehmen wie Microsoft, Google, eBay, yahoo! und Amazon, die laut dem Zeitungsbericht an den vorgesehenen Bestimmungen einen fehlenden Schutz vor möglichen Diskriminierungen bemängeln.

Sie fürchten, dass Durchleitungsentgelte zu einer Klassengesellschaft im Internet führen wird. Aufgrund einer Kompromiss-Entscheidung des amerikanischen Regulierers FCC aus dem vergangenen Jahr werden Breitband-Anbieter in den USA nicht wie herkömmliche Telefonfirmen reguliert, müssen zurzeit aber noch andere Internet-Provider auf das eigene Netz lassen. Gebühren könnten an Internetnutzer weitergegeben werden

Aufhebung der Netzneutralität

Für den Internetnutzer könnte eine Aufhebung der Netzneutralität dazu führen, dass es künftig anbieterabhängig zu erheblichen Geschwindigkeitsunterschieden beim Download von Inhalten kommt - zahlt der Anbieter die Netztarife, wird die Auslieferung seiner Daten bzw. Dienste gegenüber den Diensten anderer Anbieter bevorzugt behandelt.

Ausserdem könnten die Durchleitungsentgelte auch an die Internetnutzer weitergereicht werden. Andere Dienste könnten die Telekommunikationsnetzbetreiber nach eigenem Gutdünken sogar ganz blockieren. Auch die unter dem Sammelbegriff «Web 2.0» fallenden, von Internetnutzern selbst erstellten Angebote wie etwa Weblogs oder Podcasts könnten unter solchen Gebühren leiden.

Situation in der Schweiz

Hier zu Lande baut die Swisscom zur Zeit ein schnelles Glasfasernetz. Bis zum Jahr 2007 soll die Hälfte der Bevölkerung mit VDSL versorgt werden. Das modernisierte Netz ermöglicht der Swisscom, ein Angebot höherwertiger Triple-Play-Dienste - Telefon, Internet und Fernsehen aus einer Leitung - in der Schweiz anzubieten. Den kommerziellen Start der eigenen Plattform Internet Protocol Television (IP-TV) hat die Swisscom für dieses Jahr angekündigt.

(Björn Brodersen/teltarif.ch)

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