Neuauszählung in Simbabwe verzögert sich

publiziert: Samstag, 19. Apr 2008 / 10:31 Uhr / aktualisiert: Samstag, 19. Apr 2008 / 10:55 Uhr

London - Die Neuauszählung der Stimmen von den Präsidentschafts-, Parlaments- und Senatswahlen in Simbabwe hat sich am Morgen verzögert.

Kofi Annan führte Gespräche mit der Opposition.
Kofi Annan führte Gespräche mit der Opposition.
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Ursprünglich sollte die Überprüfung der Ergebnisse in 23 der insgesamt 210 Wahlkreise um 8.00 Uhr MESZ beginnen. Doch in mindestens drei Bezirken habe die Neuauszählung auch eine Stunde später noch nicht angefangen, berichteten Korrespondenten der Nachrichtenagentur AFP.

Eine offizielle Erklärung für die Verspätung gab es zunächst nicht. «Wir wissen nicht, was vor Ort passiert. Deshalb können wir das auch nicht kommentieren», sagte ein Sprecher der Wahlkommission in der Hauptstadt Harare.

MDC droht Aberkennung

Die oppositionelle Bewegung für einen demokratischen Wandel (MDC) hatte bis zuletzt versucht, die Neuauszählung der Stimmen zu verhindern. Ihr droht dadurch eine Aberkennung ihres Wahlsieges bei der Parlamentswahl vom 29. März, den ihr die Wahlkommission bereits zuerkannt hatte.

Die Neuauszählungen betreffen zumeist Wahlbezirke, in denen die Regierungspartei ZANU-PF von Präsident Robert Mugabe verloren hatte.

Gespräche mit Biti

Am Freitag hat die Oppositionspartei in Nairobi mit dem ehemaligen UNO-Generalsekretär Kofi Annan die Krise nach den Wahlen erörtert.

Wie das südarfikanische Radio berichtete, traf sich der MDC-Generalsekretär Tendai Biti mit Annan, der bereits die innenpolitischen Spannungen in Kenia nach den umstrittenen Wahlen dort entschärfen half. Biti habe auch Gespräche mit dem neuen kenianischen Ministerpräsidenten Raila Odinga geführt. Unklar war, ob die MDC-Delegation Annan um Vermittlung gebeten habe.

«Weisse Neokolonialisten»

Nur wenige Stunden zuvor hatte der seit 28 Jahren regierende Präsident Robert Mugabe (84) die Opposition vor Tausenden seiner Anhänger als Steigbügelhalter für die früheren britischen Kolonialherren gebrandmarkt.

Bei einer zentralen Kundgebung in Harare zum Unabhängigkeitstag warnte Mugabe die Bevölkerung, dass sich hinter der Opposition weisse Neokolonialisten versteckten.

Die Gewalt gegen weisse Farmer verteidigte er damit, dass diese die sogenannten Veteranen des Befreiungskrieges provoziert hätten. Seine Partei dagegen habe dem Land einst die Demokratie gebracht.

(ht/sda)

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