Neue Ermittlungen zur Tragödie von Beslan

publiziert: Montag, 5. Sep 2005 / 10:17 Uhr

Moskau - Die vom russischen Präsidenten Wladimir Putin angeordnete neue Untersuchung zur Geiseltragödie von Beslan vor einem Jahr hat begonnen.

In diesem Gebäude wurden mehr als 1100 Kinder, Eltern und Lehrer als Geiseln genommen.
In diesem Gebäude wurden mehr als 1100 Kinder, Eltern und Lehrer als Geiseln genommen.
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Eine Gruppe von Ermittlern unter Leitung des stellvertretenden Generalstaatsanwaltes Wladimir Kolesnikow sei am Montag von Moskau in den Nordkaukasus geflogen, meldete die Agentur Interfax. Die Justizvertreter sollten auch mit den geretteten Geiseln und den Hinterbliebenen der 331 Todesopfer sprechen.

Betroffene aus Beslan hatten am vergangenen Freitag Putin erstmals ihre Kritik an Behördenfehlern bei dem blutigen Ende der Geiselnahme in der Schule vom 3. September 2004 überbracht. Putin entschuldigte sich nicht für das Versagen, ordnete aber die neue Untersuchung an.

Terroristen aus Tschetschenien und Inguschetien hatten am 1. September 2004 die Schule Nr. 1 in Beslan überfallen und mehr als 1100 Kinder, Eltern und Lehrer als Geiseln genommen. Das Drama endete zwei Tage später in einer chaotischen Erstürmung, bei der unter anderen 186 Kinder starben.

(gg/sda)

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