Neue Familienstatistik - Mangelndes Wohlbefinden bei Alleinerziehenden und Singles
publiziert: Montag, 5. Jul 2021 / 12:12 Uhr / aktualisiert: Montag, 5. Jul 2021 / 14:44 Uhr
Alleinerziehende fühlen sich oft überfordert.
Alleinerziehende fühlen sich oft überfordert.

Unter dem Begriff der subjektiven Lebensqualität versteht man im Allgemeinen das Wohlbefinden eines Menschen und seine Empfindung über die Qualität seiner Lebensumstände. In diese Lebensumstände zählen verschieden Faktoren hinein. An oberster Stelle steht hier der materielle Besitz.

Auch andere Umstände, wie zum Beispiel  der soziale Status, die Ausbildung und damit verbunden die Berufschancen haben direkten Einfluss auf das empfundene Lebensglück und die Lebensqualität. Sundt.de weist darauf hin, dass die physische und psychische Gesundheit stark von Vitaminen und Mineralien abhängen, aber auch die Lebensumstände haben auf sie einen grossen Einfluss. Eine Studie des Bundesamtes für Statistik (BFS) zeigt, dass vor allem die Lebensqualität von Singles und Alleinerziehenden unter den Lebensumständen leidet.

Personengruppen mit der höchsten Zufriedenheit

Laut Statistik des BFS weisen Paare ohne Kinder in den untersuchten Lebensbereichen (finanzielle Situation, Zusammenleben, persönliche Beziehung, Wohnsituation, Freizeitaktivitäten und vorhandene Freizeit) die höchsten Werte auf. Paare mit Kindern gaben hierbei ebenfalls eine hohe Zufriedenheit an. Diese litt allerdings aufgrund der vorhandenen Kinder unter der mangelnden Freizeit. Auch die Art der Freizeitaktivitäten und die finanzielle Situation wurde negativer bewertet. Im Vergleich dazu gaben allein lebende Personen einen höheren Zufriedenheitsgrad bei der finanziellen Situation, den Freizeitaktivitäten und der vorhandenen Freizeit an. Von ihnen wurde die Wohnsituation allerdings schlechter bewertet. Einelternhaushalte  schnitten in allen Kategorien am schlechtesten ab.

Verteilung der Wohnfläche pro Person und Anzahl der Zimmer

Dass vor allem Personen in Single-Haushalten wenig zufrieden mit ihrer Wohnsituation sind, korreliert mit der Anzahl der Zimmer, die zur Verfügung stehen. Alleinstehende verfügen zwar mit etwa 80 Quadratmetern pro Person über die meiste Wohnfläche, die einer Person zur Verfügung steht, aber mit im Schnitt zwei bis drei Zimmern verfügen sie über die wenigsten Räume. Paare ohne Kinder und alleinerziehende Eltern verfügen über etwa drei bis vier Zimmer. Dabei nimmt der Platz, der pro Person zur Verfügung steht, von Paaren ohne Kindern zu Alleinerziehenden von circa 55 Quadratmetern pro Person zu etwa 40 Quadratmetern pro Person ab. Über die geringste Wohnfläche pro Person verfügen Paare mit Kindern. Jeder Person stehen hier etwas über 30 Quadratmeter zur Verfügung. Dabei verfügen Menschen, die in diesen Wohnverhältnissen leben, über die meisten Zimmer, 38% gaben eine Anzahl von vier Zimmern an, die sie bewohnen. Knapp 45% leben in Wohnverhältnissen mit fünf oder sechs Zimmern.

Der allgemeine Gesundheitszustand

Personen, die in einer Partnerschaft leben, egal ob mit oder ohne Kindern, gaben am häufigsten an, dass sie sich in einem allgemeinen guten oder sogar sehr guten gesundheitlichen Zustand befinden und seltener unter lange anhaltenden gesundheitlichen Problemen leiden. Am häufigsten gaben alleinlebende Personen an, dass sie andauernden gesundheitliche Probleme haben. Ausserdem müssen sie zusammen mit alleinerziehenden Eltern am häufigsten auf notwendige medizinische Behandlungen oder Zahnbehandlungen verzichten. Hier spielt auch der psychische Faktor eine Rolle. Alleinerziehende Personen leiden vermehrt unter finanziellen Schwierigkeiten. Diese anhaltenden Sorgen haben nicht nur Einfluss auf die medizinische Versorgung, sondern stellen zusätzlich eine psychische Belastung dar. Die Statistiken zeigen, dass Personen, die mit ihrem Partner und Kindern in einem Haushalt leben, die besten gesundheitlichen Voraussetzungen mitbringen.

(fest/pd)

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