Neue Gewalt gegen US-Truppen in Irak

publiziert: Freitag, 4. Jul 2003 / 11:50 Uhr

Bagdad - Die Serie der Gewalt gegen die US-Besatzungstruppen in Irak reisst nicht ab: Bei drei neuerlichen Anschlägen wurden ein US-Soldat getötet und bis zu 21 weitere verletzt.

Die US-Militärs geraten in Irak in immer grössere Bedrängnis.
Die US-Militärs geraten in Irak in immer grössere Bedrängnis.
Nach US-Militärangaben erschoss ein Heckenschütze am Donnerstagabend einen Soldaten, der in einem gepanzerten Fahrzeug vor dem irakischen Nationalmuseum Wache hielt. Bis zu 19 seiner Kameraden erlitten bei einem Granaten-Angriff auf einen US-Logistikstützpunkt nördlich Bagdad Verletzungen.

Augenzeugen berichteten zudem von einer Explosion in einem Aussenbezirk Bagdads, bei der zwei US-Soldaten leicht verletzt worden seien. Bei der Detonation sei auch ein irakischer Zivilist verletzt worden.

Die Soldaten sind seit dem Ende der Hauptkriegshandlungen am 1. Mai immer wieder Ziel von Anschlägen und Angriffen aus dem Hinterhalt geworden. 26 US-Soldaten wurden insgesamt getötet. Die USA machen Anhänger des gestürzten Präsidenten Saddam Hussein für die Angriffe verantwortlich.

In Tokio hat das japanische Unterhaus der Entsendung von Soldaten für den Wiederaufbau Iraks zugestimmt. Eine entsprechende Gesetzesvorlage wurde mit den Stimmen des Regierungslagers verabschiedet.

Die Abstimmung im Oberhaus steht noch aus. Die Verabschiedung des Gesetzes gilt aber als sicher. Die Regierung von Premier Junichiro Koizumi plant, die ersten Soldaten frühestens im Oktober in den Irak zu entsenden. Es ist der erste Einsatz japanischer Soldaten in einem Konfliktgebiet seit dem Zweiten Weltkrieg.

(bsk/sda)

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