Neue Suchaktion am Vierwaldstättersee
publiziert: Mittwoch, 22. Jul 2009 / 12:00 Uhr / aktualisiert: Mittwoch, 22. Jul 2009 / 17:42 Uhr

Stans - Die zwei Kinder, die am Freitagabend bei Grafenort OW wahrscheinlich von einem reissenden Bach in den Tod gerissen wurden, bleiben verschollen. Die erneute Suche an der Oberfläche des Vierwaldstättersees blieb auch am fünften Tag nach dem Drama ergebnislos.

Heute stiegen Taucher ins Wasser. (Archivbild)
Heute stiegen Taucher ins Wasser. (Archivbild)
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Insgesamt waren vier Schiffe der Seepolizei, der Feuerwehr und der Tauchsportgruppe Poseidon Luzern in der Bucht bei Buochs und Ennetbürgen unterwegs, wie Stefan Stadelmann, stellvertretender Leiter Kommandodienste der Kantonspolizei Nidwalden, auf Anfrage sagte.

Die total 15 bis 20 Mann starken Equipen suchten den Seespiegel ab. Die Leichen des elfjährigen Mädchens und des sechs Monate alten Buben, die in den See gespült worden sein dürften, wurden aber nicht entdeckt. Fusspatrouillen der Polizei kontrollierten derweil das Ufer.

Taucher im Einsatz

Zusätzlich kommen wie schon am Vortag Taucher zum Einsatz. Diese suchen die Mündung der Engelberger Aa in den See ab. Falls nötig, sollen die Taucheinsätze noch intensiviert werden.

Die schwierige Suche einstellen will die Polizei vorderhand nicht. Die Seeoberfläche werde sicher noch bis Anfang nächster Woche abgesucht, sagte Stadelmann.

Mutter noch nicht befragt

Weiterhin nicht befragt werden konnte die Mutter des elfjährigen Mädchens, gegen die die Behörden ermitteln. Die Frau hatte ihre Tochter zusammen mit dem ihr anvertrauten Kleinkind und dessen vierjähriger Schwester allein von Luzern aus nach Hause geschickt.

In der Nähe von Grafenort OW mussten die Kinder auf einer Furt den hochwasserführenden Gerlibach überqueren. Das elfjährige Mädchen und der kleine Knabe dürften dabei von den Wassermassen erfasst und von der Engelberger Aa in den See geschwemmt worden sein.

(fest/sda)

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Liebe Isabella
Vielen herzlichen Dank für Ihren wertvollen Beitrag - Sie haben mir aus dem Herzen geredet. Danke.
Sorry...Sonnenschein
Ich verstehe Dich und Deine Reaktion nun besser.

Allerdings ist zu bedenken, dass zwei Mütter je ein Kind verloren haben und vor einseitigen Schuldzuweisungen sollte zuerst der Schmerz und die Trauer für beide Familien gleichermassen berücksichtigt werden. Beide Frauen werden sich wahrscheinlich lebenslang Selbstvorwürfe machen.Zudem kommt dazu,dass alle beide Frauen wohl mit juristischen Konsequenzen konfrontiert werden.
Für die sogenannte Hauptschuldige aus NW,die eh schon psychisch vorbelastet ist,bedeutet dies sicherlich eine weitere absolute Krisensituation und ich hoffe sehr,dass sie dennoch belastbar genug ist, das Kommende durchzustehen.

Aus Deinen Zeilen spüre ich,dass Du vielleicht über den Tod Deines Kindes einigermassen hinweg bist, soweit man das je sein kann (wie lange ist das her ?) Rechtlich hast Du aber noch lange keine Genugtuung erfahren und das verbittert Dich und lässt Dich deshalb jetzt auch eine harte Strafe für die Mutter der 11-jährigen fordern.
Wir können die Vergangenheit und was immer auch passiert ist leider nicht ändern, sondern wir können nur jetzt und in der nahen Zukunft individuell so gut oder schlecht leben,wie wir das möchten.
Liebe Isabella
Bin nicht mehr ganz jung und habe durch die Unachtsamkeit einer Person ein Kind verloren. Ich weiss deshalb, wovon ich rede, wenn ich sage, die Mutter der Elfjährigen muss bestraft werden. Das Kind kommt nicht mehr zurück, aber es bringt der geschädigten Familie immerhin Hilfe beim Verarbeiten.

Nach dem Tod eines Kindes ist es nie mehr so wie vorher. Es gibt keinen Tag, an dem ich nicht an mein Kind denke. Den Todesfall habe ich verarbeitet, nicht aber die Lügen rund um den Unfall. Ich kann nicht verstehen, dass man nicht zu seinen Fehlern stehen und zugeben kann, dass man nicht aufgepasst hat.
geteiltes Leid ist halbes Leid
Hallo Sonnenschein ( nomen est omen...- )

Sie müssen entweder sehr jung oder Lebens-und/oder Leid unerprobt sein.

Mit dem 1:1 habe ich nur gemeint,dass sich beide Mütter sicherlich schmerzlich und lebenslang an ihre Fehlentscheidungen erinnern werden und diese auch irgendwann verarbeiten müssen... Ich denke, dass dieses Unglück beide Mütter ihr Leben lang verfolgt....
Leider werden in diesem Fall, neben der Trauer und Verarbeitung, sicherlich noch juristische Konsequenzen für beide Mütter hinzukommen.

Ich habe von frühester Kindheit an sehr viel Erfahrung mit plötzlichen Todesfällen...,sei es durch Unfälle, rasch fortschreitenden Krebserkrankungen oder Suiziden. Ich weiss deshalb, dass es oft Jahrzehnte braucht um einigermassen damit fertig zu werden.

Ihr hartes Urteil, einzig mit der NW-Mutter, schockiert mich deshalb sehr.

Ich wünsche Ihnen,dass Sie niemals durch solche Abgründe und Trauer gehen müssen, wie es jetzt diese beiden Mütter mit ihren Familien durchzustehen und auszuhalten haben.

Liebe Grüsse deshalb an Dich, Du argloser " Sonnenschein"

wünscht Dir

Isabella
Verstehe nichts
Sie haben - offen gesagt - etwas merkwürdige Ansichten. Wenn Ihre einleitenden Worte nicht zynisch gemeint sind, dann muss ich mir echt an den Kopf fassen. Eine Rechnung anzustellen!!!!! 1 : 1!!!!! Pffff!!! Da komme ich nicht ganz mit.

Zudem ist es so, dass die Elfjährige nicht nur alleine mit dem Zug und den beiden anvertrauten Kindern nach Hause hätte gehen sollen, sondern sich die liebende Mutter und Internetfreundin offenbar nicht einmal Gewissheit verschafft hat, dass die Kinder daheim sind. Viel lieber hat sie sich bis nach halb eins herumgetrieben. Ich hoffe, sie wird hart bestraft. Das ist fürs Verarbeiten der Mutter der Vierjährigen und des Sechsmonatigen und für den Bruder der Elfjährigen wichtig - auch wenn es die ertrunkenen Kinder nie mehr zurückbringt.
Glück im Unglück
Die Eltern aus Langenthal haben immerhin ihre tolle 4-jährige Tochter noch lebend und dieses sicherlich traumatisierte Kind war dennoch in der Lage Hilfe zu holen !
( Dies ist absolut nicht so selbstverständlich für die Norm der CH-Kinder, die absolut immer noch überbehütet und bis ca. 5-jährig auf absolute Unselbstständigkeit erzogen werden, denn erst dann darf man in der CH in den Kindergarten und frühere Fremdbetreuung ist auch 2009 immer noch ein "rotesTuch"... -).
Leider müssen o.g.Eltern nun aber mit dem Tod ihres 6 -Monate alten Säuglings fertig werden, an dessen Geburt vor 2 Jahren wahrscheinlich noch niemand dachte...

Die nun vor allem angeklagte Mutter aus NW hat leider auch ihre sicherlich ebenso reife und verantwortungsvolle 11-jährige Tochter verloren. Es steht also 1:1.

Für die Langenthaler Eltern hätte es durchaus sehr viel schlimmer aussehen können, indem sie nämlich beide Kinder verloren hätten.

Mir,als inzwischen relativ gelassene Mutter von 4 Kindern,die inzwischen 15 bis 22 Jahre alt sind,geht dieser tragische Unglücksfall sehr nahe und beschäftigt mich sehr.

Auch ich habe vielleicht rückblickend oft teilweise relativ fahrlässig Verantwortung an die älteren Geschwister übergeben und glücklicherweise ist dabei niemals etwas passiert, aber es hätte ja sein können.

Was ich aber nicht verstehe, ist dass man einen Säugling einfach so übers Wochenende an eine doch relativ unbekannte Person abgibt. In diesem Alter hätte ich meine Kinder nur gut vertrauten und versierten Familienangehörigen in Obhut gegeben.
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